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Brexit: BMW prüft Verlegung der E-Mini-Produktion nach Leipzig

Kult-Kleinwagen Brexit: BMW prüft Verlegung der E-Mini-Produktion nach Leipzig

Wird der Mini künftig in Leipzig gebaut? Zumindest bei der geplanten Elektro-Variante wird das von BMW derzeit geprüft. Wegen des Brexits rückt die Mini-Mutter von einer Fertigung im Stammwerk Oxford ab.

EIne Testflotte von 500 E-Minis war schon 2009 unterwegs.

Quelle: BMW

Leipzig/Oxford. Das Leipziger BMW-Werk könnte künftig auch den Mini bauen. Zumindest die Elektro-Variante des englischen Kult-Kleinwagen könnte künftig in der Messestadt vom Band rollen, berichtet des „Handelsblatt“. Den Informationen zufolge wäre ein Produktionsbeginn des Mini ab 2019 in Leipzig zusammen mit dem BMW-Stromer i3 denkbar.

Grund ist der bevorstehenden Austritt Großbritanniens aus der EU. Deshalb prüfe BMW jetzt, den ersten Elektro-Wagen seiner englische Tochter nicht weiter in Oxford zu bauen, sondern in Deutschland. Neben Leipzig sei auch das BMW-Werk in Regensburg im Gespräch.

Eigentlich hatte BMW geplant, den für 2019 geplanten E-Mini in Oxford zu bauen. Allerdings müsste dafür in den Standort investiert werden. Das lohne sich bei einem EU-Austritt Großbritanniens aber nicht mehr, zitiert die Zeitung aus Konzernkreisen. Deshalb werde nun eine Produktion in Deutschland geprüft.

Gleiche Plattform erleichtern Mini-Produktion in Leipzig

Leipzig hat dabei gute Karten. Denn das hier gebaute Modell 2er Active Tourer steht auf der gleiche Frontantriebs-Plattform, wie der Mini. Der Brite könnte daher auf demselben Band montiert werden, wie die Leipziger BMW-Modelle. Zudem hat das Werk als einziger BMW-Standort bereits Erfahrung mit E-Autos: Für den 2013 angelaufenen Stromer i3 hatte BMW das Werk zum Zentrum der E-Mobiltät ausgebaut.

Ein BMW-Sprecher wollte den Bericht nicht bestätigen. Es handle sich um Spekulationen, die BMW grundsätzlich nicht kommentiere. „Da die Verhandlungen über den Ablauf eines Brexits noch nicht konkret begonnen haben, ist es noch zu früh zu sagen, wie sich der Brexit auf unsere Geschäftsfelder auswirken wird“, so der Sprecher gegenüber der LVZ. „Eine Entscheidung wo wir den vollelektrischen Mini produzieren werden, fällt noch in diesem Jahr“, fügte er hinzu. Laut „Handelsblatt“ will BMW im zweiten Halbjahr entscheiden.

Leipzig war schon 2011 als Standort für einzelne Mini-Modelle im Gespräch. Damals ging der Zuschlag aber an niederländischen Auftragsfertiger Nedcar. Auch beim Zulieferer Magan in Österreich wurden bis 2016 Minis gebaut.

Von Frank Johannsen

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