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Bürgerinitiative gegen ICE-Trasse Leipzig-Chemnitz bereitet Petitionen vor

Bürgerinitiative gegen ICE-Trasse Leipzig-Chemnitz bereitet Petitionen vor

Der Freistaat Sachsen hat den Ausbau der Bahnstrecke Leipzig-Chemnitz im Bundesverkehrswegeplan angemeldet - für die vor wenigen Wochen von Mölkauer Familien gegründete Bürgerinitiative (BI) "Stoppt ICE-Trasse Leipzig-Chemnitz über Bad Lausick" ein Grund mehr, ein weiteres Treffen anzuberaumen.

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(Symbolfoto)

Quelle: dpa

Leipzig. So geschehen am Donnerstagabend im Gut Mölkau. Und erneut waren neben Bahn-Anrainern aus Mölkau auch Holzhausener, Liebertwolkwitzer und Großpösnaer gekommen. "Wir sind sehr zufrieden mit dem Verlauf des Abends, freuen uns über die zahlreiche Unterstützung und die guten Tipps von anderen Initiativen", sagte BI-Mitbegründerin Claudia Kühnel-Kalamorz am Tag danach.

Unter den Teilnehmern an der zweiten Info-Veranstaltung innerhalb kurzer Zeit war mit Volker Woitynek (CDU) auch der Ortsvorsteher von Mölkau. Er lud die Initiatoren des Protestes ein, ihr Anliegen am 9. Dezember auch im Ortschaftsrat vorzutragen.

Ein wichtiger Tagesordnungspunkt am Donnerstag: die Vorstellung einer Petitionsschrift, die nach Vorstellung der Bürgerinitiative von möglichst vielen Mölkauern, Holzhausenern, Liebertwolkwitzern und Großpösnaern an die Stadt Leipzig, den Freistaat Sachsen und das Bundesverkehrsministerium in Berlin geschickt werden sollte. "Es geht darum, dass so viele Bürger wie möglich Petitionen schreiben, um der Aufnahme des Projektes in den Bundesverkehrswegeplan entgegenzuwirken", erläuterte die 39-jährige Kühnel-Kalamorz. "Wir hoffen, dass alle, die im Gut dabei waren, als Multiplikatoren in ihren Straßenzügen weitere Mitstreiter werben."

In dem Musterschreiben heißt es unter anderem: "Wir legen Petition gegen den Trassenausbau der Zugstrecke Leipzig-Chemnitz über Mölkau, Holzhausen, Liebertwolkwitz, Großpösna, Bad Lausick ein. Als Anwohner befürchten wir erhebliche Beeinträchtigungen und unnötige Kosten." Steuergelder würden "sinnlos vernichtet für eine Zugstrecke, die nicht ausgelastet ist. Die Eigenwirtschaftlichkeit des Fernverkehrs zwischen Leipzig und Chemnitz ist nicht darstellbar. Drei Minuten Fahrzeitverkürzung rechtfertigt keine Investition in Höhe von 270 Millionen Euro für den Fernverkehr".

Außerdem wird beklagt, dass auf direkte und indirekte Anwohner der Trasse eine erhöhte Lärmbelästigung zukomme. Ferner müsse mit Ruhestörungen während der Nacht durch möglichen Güterverkehr, aber auch mit dem Wertverlust von Häusern und Grundstücken in der Umgebung gerechnet werden.

Blogspot: www.stopiceausbau.blogspot.de; E-Mail: Stop.ice-ausbau@gmx.de

Aus der Leipziger Volkszeitung vom ..

Dominic Welters

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