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"Der Kunde, der aus Überzeugung im Laden kauft, stirbt aus"

"Der Kunde, der aus Überzeugung im Laden kauft, stirbt aus"

Am Rande der drei Fachmessen Cadeaux (Wohn- und Geschenkartikel), Comfortex (Raumgestaltung) und Midora (Uhren und Schmuck), die bis zum Montag auf der Neuen Messe stattfinden, zeigte der Handelsforscher Kai Hudetz aus Köln aktuelle Trends auf.

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Quelle: Volkmar Heinz

Leipzig. "Der Kunde, der aus Überzeugung grundsätzlich im Laden kauft, stirbt aus", prognostiziert er. In 20 Jahren werde es weniger Handelsfläche geben. "Wer dann ein Ladengeschäft betreibt, gehört zu denen, die extrem kundenorientiert denken." Jeder Händler müsse zu seiner eigenen Marke werden und sein Geschäft zu einem Ort von Events, Kommunikation und Service machen. Einen professionellen Onlineshop aufzubauen, müsse für jeden Händler zum großen Thema werden: "Diese Entwicklung geht an niemandem spurlos vorbei, dafür ist sie zu fundamental." Die Vernetzung könnte so aussehen, dass Kunden zum Beispiel Bettwaren und Bettwäsche online beim Fachhändler ihres Vertrauens bestellen. Den Zusatzservice wie Bettenreinigung bekommen sie bei ihm im Geschäft. Dort finden auch Kundenabende mit Experten zum rückengerechten Schlaf statt.

Alles online, oder was? Dass das Ladenschlussgesetz in absehbarer Zeit fällt, glaubt Hudetz dennoch nicht: "Es ist ein starker Wettbewerbsnachteil, aber dafür sind Gewerkschaften und Kirchen einfach zu stark." Die Läden würden wohl noch lange Zeit sonntags geschlossen bleiben. Einen Baustein, dies auszugleichen, böten die QR-Codes: Wer beim Sonntags­spaziergang im Schaufenster sein Lieblingskleid entdeckt, kann mit seinem Smartphone die Produkterkennung aktivieren und das gute Stück dann im Onlineshop bestellen.

Handel im Wandel - das gilt genauso für die Leipziger Messe. "Wir sind nicht mehr nur dafür da, Flächen zuzuteilen und Produkte vorzustellen", sagt Geschäftsführer Martin Buhl-Wagner. Damit auch die Aussteller der 45. Cadeaux zufrieden sind, bekommen sie ein Fachprogramm mit Vorträgen und Workshops geboten. Zudem rücken Bildungs- und Ausbildungsmöglichkeiten in den Blickpunkt. Und zunehmend nimmt die Messe ihren Ausstellern, die häufig Marketing-Personal abgebaut haben, organisatorische Dinge ab.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 08.09.2014

Kerstin Decker

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