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Dresdner ifo-Institut: Wirtschaftliche Stimmung im Osten trübt sich weiter ein

Dresdner ifo-Institut: Wirtschaftliche Stimmung im Osten trübt sich weiter ein

Im Zeichen von Finanz- und Schuldenkrise sinken die Geschäftserwartungen der ostdeutschen Wirtschaft nach einem kurzzeitigen Anstieg in den vergangenen Monaten wieder.

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Produktion im Leipziger BMW-Werk. (Archivfoto)

Quelle: Volkmar Heinz

Dresden. Die Stimmung hat sich im Juli merklich eingetrübt, wie das Dresdner ifo-Institut am Montag bei der Präsentation des sogenannten Klimaindex berichtete. Die 1200 befragten Unternehmen hätten ihre aktuelle Geschäftslage nicht mehr so gut wie noch im Vormonat eingeschätzt und erwarteten für das kommende halbe Jahr eine weitere Verschlechterung.

„Alles in allem befindet sich der ifo Geschäftsklimaindex für Ostdeutschland damit seit ungefähr anderthalb Jahren auf einem Abwärtstrend“, heißt es dem jüngsten Bericht. Zum einen gingen wegen der Finanz- und Schuldenkrise die Auslandsumsätze weiter zurück. Zudem würden Unternehmen wegen der Unsicherheiten Erweiterungsinvestitionen aufschieben und Produktionen drosseln.

Das Verarbeitende Gewerbe beklagte den Angaben zufolge, dass die Auslastung von Maschinen und Anlagen noch geringer als zu Beginn des Jahres sei. Sie fürchten um ihr Exportgeschäft. Zudem wollen die Industriefirmen ihre Mitarbeiterzahl kräftiger reduzieren. Auch im Bauhauptgewerbe regiert die Skepsis. Dagegen hat sich die Stimmung im Einzel- und Großhandel bei allen Unterschieden verbessert. Die Großhändler sind mit ihrer Lage derzeit nicht sehr zufrieden, sind aber beim Blick in die Zukunft weniger pessimistisch als die Einzelhändler. Die Einzelhändler wiederum berichten derzeit von besseren Geschäften.

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Hans-Werner Sinn, Chef des Instituts für Wirtschaftsforschung (ifo)

Quelle: dpa

Erst vor zwei Wochen hatte das Institut erklärt, dass die ostdeutsche Wirtschaft der konjunkturellen Entwicklung in ganz Deutschland weiter hinterherhinkt und sich das vermutlich in den kommenden Jahren nicht ändern werden. Grund sei vor allem die Wirtschaftsstruktur mit einem schwächeren Verarbeitenden Gewerbe. Zudem dürften die schrumpfende Bevölkerungszahl und rückläufige Transferzahlungen dämpfend wirken.

Der Geschäftsklimaindex für den Osten wird seit 1994 erhoben, gefragt wird nach aktueller Lage und Erwartungen. Die besten Werte waren zuletzt 2007 und zu Beginn des vergangenen Jahres registriert worden. Seither hat sich die Stimmung mit kleinen Aufs und Abs aber letztlich immer weiter eingetrübt.

dpa

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