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Ebay-Ableger eröffnet Logistikzentrum in Halle

Starpark Ebay-Ableger eröffnet Logistikzentrum in Halle

Die Firma Ebay Enterprise hat im Starpark an der A14 in Halle ein neues Logistikzentrum eröffnet. Das Unternehmen lagert und versendet für andere Online-Händler Waren für den deutschen und europäischen Markt. Nach Jahren des Dornröschenschlafs füllt sich das Gewerbegebiet der Saalestadt zusehends.

Das neue Ebay-Enterprise-Versandzentrum in Halle.

Quelle: dpa

Halle. In den Hochregalen stapeln sich Kartons mit Schuhen, Unterwäsche und T-Shirts. Auf Kleiderständern hängen unter durchsichtiger Schutzfolie Anzüge und Mäntel. Designermode eines Online-Shopping-Clubs. Den Namen will Tobias Hartmann, Präsident von Ebay Enterprise und Innotrac, nicht nennen, allerdings ist auf einer Tafel groß Brands4Friends zu lesen - eine Tochter des US-Internetkonzerns Ebay. „Wir arbeiten nicht nur für einen Kunden“, sagt er zur Eröffnung des rund 30 Millionen Euro teueren neuen Logistikzentrums im halleschen Gewerbegebiet Starpark direkt an der A14.

Auf einer Fläche von 28.000 Quadratmetern, lagert und versendet das Unternehmen die Waren von „namhaften Onlinehändlern“, erklärt Hartmann. Weitere Firmen aus dem E-Commerce, also Internethändler, seien willkommen. Vorausgesetzt, sie verfügten über eine gewisse Größe. Hartmann nennt einen Mindestumschlag von 100 Bestellungen am Tag. Außer Textilien, Wohn-Accessoires und Elektronik kann sich der Manager auch größere Waren bis hin zu Kühlschränken oder Waschmaschinen vorstellen. Platz in der gewaltigen, zwölf Meter hohen Halle ist noch reichlich vorhanden. Bislang habe man 290 Mitarbeiter „an Bord“. Bei Vollbelegung der Flächen müssen rund 100 weitere Kräfte eingestellt werden.

Der Internethandel sei ein absoluter Wachstumsmarkt mit einer jährlichen Steigerung von bis zu zehn Prozent, sagt Hartmann. Die Nachfrage nach flexiblen Logistikkonzepten und Lagerkapazitäten steige deshalb ebenfalls. Von den Eignern gedrängt, verkaufte Ebay vor Kurzem diese Sparte an Finanzinvestoren. Noch im zweiten Halbjahr 2016 werde Ebay Enterprise umbenannt, sagte Hartmann.

Die Möglichkeit, in Halle zu wachsen, sei gegeben, versicherte Christof Prange vom Immobilienentwickler Goodman. Das Unternehmen hat das Logistikzentrum errichtet und sich die Option für den Kauf weiterer zehn Hektar in dem Gewerbegebiet gesichert. Goodman verwaltet in Deutschland 80 Immobilien mit insgesamt drei Millionen Quadratmeter Fläche.

Starpark – Halle müht sich das Areal voll zu bekommen

Für Halle ist die Ansiedlung ein Glücksfall. Nach einer Erfolgsgeschichte sah es auf dem Gelände unmittelbar neben der Autobahn allerdings lange Zeit nicht aus. Das Areal war einst für die BMW-Ansiedlung vorgesehen, die Stadt hatte dafür viel Geld in den Kauf der Flächen und die Erschließung investiert. Der Autobauer ging aber nach Leipzig, das Gelände lag brach. Seitdem bemüht sich die Stadt, das 230 Hektar große Areal mit anderen Unternehmen zu füllen.

Immer wieder gab es Rückschläge: So verschob der russische Tresorbauer Promet aufgrund der Sanktionen gegen das Heimatland eine geplante Investition von rund zehn Millionen Euro auf unbestimmte Zeit. 70 Arbeitsplätze sollten entstehen. Zuvor hatte der Solarzellen-Produzent Innotech Insolvenz angemeldet. Zum Glück wurde ein neuer Investor gefunden. Von den mehr als hundert Arbeitsplätzen konnten immerhin 30 am Standort im Starpark gerettet werden.

„Es sieht gut aus im Starpark“, meint Halles Oberbürgermeister Bernd Wiegand (parteilos). Über ein Drittel des Areals sei belegt. Niedergelassen haben sich inzwischen der chinesische Verpackungshersteller Greatview, die Bertelsmann-Tochter Arvato oder der Spinndüsenhersteller Enka Tecnica.

„Dabei bleibt es nicht“, sagt Wiegand. Der Logistiker Hellmann will 14 Millionen Euro am Standort investieren. Für 100 Leute bringe das feste Jobs. Nochmal so viele sollen bei einem weiteren Logistikunternehmen entstehen, das Interesse angemeldet hat und rund 18 Millionen Euro investieren will. Auch bei der sachsen-anhaltischen Wirtschaftsförderungsgesellschaft IMG heißt es, dass man mit weiteren Firmen im Gespräch sei, die sich zwischen Halle und dem Flughafen in Schkeuditz ansiedeln wollten. Halles OB Wiegand verspricht sich zudem vom Bau des neuen Güterbahnhofs inmitten der Stadt einiges. „Wir liegen strategisch gut und sind bestens erreichbar.“ Ende gut, alles gut für den Starpark? Zu wünschen wäre es. Halle hat aufgrund zu geringer Industrieansiedlungen mit etwa 45 Millionen Euro weniger als die Hälfte des Gewerbesteueraufkommens von Magdeburg

Von Andreas Dunte

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