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Einigung für Einzelhandels-Tarife in Mitteldeutschland vertagt

Keine Ausnahmen für einzelne Unternehmen Einigung für Einzelhandels-Tarife in Mitteldeutschland vertagt

Bei den Verhandlungen geht es um mehr als ein reines Lohnplus für die Beschäftigten im Einzelhandel. Der Tarifabschluss sollte für die ganze Branche gelten, fordert Verdi.

Quelle: dpa

Halle. Die Tarifverhandlungen für die Beschäftigten im Einzelhandel in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen gehen in eine weitere Runde. Vertreter der Handelsverbände und der Gewerkschaft Verdi konnten sich beim zweiten Treffen am Freitag in Halle nicht einigen. Die Arbeitgeber blieben bei ihrem Angebot von 1,5 Prozent mehr Geld und einer Einmalzahlung, wie Verhandlungsführer Andreas Schrödinger sagte. Verdi ist das zu wenig. Sie will einen Euro mehr pro Stunde durchsetzen. Für die unteren Lohngruppen wäre das laut Verdi ein Plus von 7 Prozent.

„Wir sind ziemlich sauer, dass die Arbeitgeber kein neues Angebot vorgelegt haben“, sagte Verdi-Verhandlungsführer Jörg Lauenroth-Mago. Ein weiterer Knackpunkt ist die Verdi-Forderung, den Abschluss als allgemeinverbindlich für die ganze Branche erklären zu lassen. Davon würden alle 265 000 Beschäftigten in den drei Ländern profitieren, und nicht nur jene in tarifgebundenen Unternehmen. Für die Erklärung ist die Zustimmung der Arbeitgeberseite nötig.

„Wir lehnen eine Allgemeinverbindlichkeit auf Basis dieser Tarifverträge ab“, sagte Schrödinger. „Sie sind völlig veraltet und bilden den technischen Wandel nicht ab.“ Zudem müssten Tätigkeiten anders bewertet werden. Ausgebildete Händler müssten besser eingruppiert werden, sagte Schrödinger. Un- und Angelernte seien hingegen zu hoch bewertet. In getrennten Gesprächsrunden wird über eine Reformierung der Tarifverträge verhandelt.

„Der Tarif muss wieder attraktiver werden, deswegen brauchen wir die grundlegende Reform“, betonte der Arbeitgeber-Vertreter. In Ostdeutschland würden inzwischen weniger als ein Fünftel der Beschäftigten nach Tarif bezahlt. Beide Seiten wollen am 15. Juli weiter verhandeln. Für die Zwischenzeit kündigte die Gewerkschaft neue Warnstreiks in allen drei Ländern an.

(mit dpa)

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