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EnBW-Einstieg bei Leipziger Gasversorger VNG kann dauern

EnBW-Einstieg bei Leipziger Gasversorger VNG kann dauern

Der Energiekonzern EnBW spielt bei seinem  Einstieg beim Leipziger Gasunternehmen Verbundnetz Gas (VNG) auf Zeit. „Wir führen mit EWE Gespräche um eine Verlängerung der Kaufoption“, sagte ein Sprecher am Montag und bestätigte einen Bericht der „Stuttgarter Zeitung“.

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Der Einstieg der EnBW bei Deutschlands drittgrößtem Gasimporteur Verbundnetz Gas (VNG) könnte sich verzögern.

Quelle: André Kempner

Karlsruhe/Leipzig. Die EWE mit Sitz in Oldenburg, an der die Karlsruher beteiligt sind, hält fast 48 Prozent an der VNG. EnBW hat seit langem Interesse an dem Paket und erhofft sich davon einen Einstieg ins Gasgeschäft.

Die Option von EnBW läuft am 31. Dezember aus. Die von EWE angebotene Verlängerung um einige Monate „ist unseres Erachtens sinnvoll für EnBW und EWE“, sagte ein EWE-Sprecher. Für eine Übertragung des VNG-Anteils an die EnBW ist allerdings die Zustimmung der Hauptversammlung der Leipziger nötig. Bislang war eine solche Zustimmung wegen Vorbehalten der kommunalen VNG-Aktionäre mehr als fraglich. Die Verlängerung der Frist könnte damit zusammenhängen, dass EWE und EnBW hinter den Kulissen verstärkt für diese Zustimmung werben wollen.

Die „Stuttgarter Zeitung“ hatte weiter berichtet, dass EnBW gerichtliche Auseinandersetzungen mit EWE drohten, die den Konzern finanziell massiv belasten könnten. Während die EnBW von einer Kaufoption spreche, gehen die Oldenburger davon aus, dass EnBW zum Kauf verpflichtet ist. „Uns hat auch ein externer Gutachter bestätigt, dass es sich lediglich um eine Option handelt“, sagte dazu der EnBW-Sprecher. Sollte EWE mit ihrer Rechtsauffassung richtig liegen, könnte aber das gerade mit Hilfe einer 750-Millionen-Anleihe gestützte A-Rating von EnBW in Gefahr geraten. „Ein solcher Kauf könnte eine unvorhergesehene Belastung für den Konzern sein und eine Gefahr für das EnBW-Rating darstellen“, heißt es in einem Nachtrag vom 14. Oktober im Prospekt für die Anleihe.

„Die EnBW steht unter keinem Zeitdruck“, hieß es von Seiten der Karlsruher. An dem Wunsch der EnBW, die VNG-Anteile zu erwerben, habe sich nichts geändert. VNG rechnet allerdings für 2011 nach früheren Angaben mit Einbußen beim Ergebnis. Wie viel der EnBW die Anteile unter diesem Gesichtspunkt noch wert sein könnten, wollte der EnBW-Sprecher nicht kommentieren. „Wir haben eine vertragliche Vereinbarung, in der natürlich auch der Kaufpreis geregelt ist“, sagte dazu der EWE-Sprecher.

dpa

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