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Energie-Vorschriften bremsen Wohnungsgenossenschaften

Energie-Vorschriften bremsen Wohnungsgenossenschaften

Die Wohnungsgenossenschaften in Sachsen wollen in diesem Jahr weniger Geld in die Modernisierung ihres Bestandes investieren. Grund dafür seien vor allem die neuen Anforderungen an eine energetische Sanierung, die von den Genossenschaften nicht mehr wirtschaftlich umgesetzt werden könnten, sagte der Vorstand des Verbandes Sächsischer Wohnungsgenossenschaften, Axel Viehweger, am Mittwoch in Dresden.

Dresden. Die Mitgliedsunternehmen hätten für 2010 ein Modernisierungsvolumen von 93 Millionen Euro angesetzt. Damit blieben sie erstmals seit 1992 unter der 100-Millionen-Grenze. Die gesamten Investitionen sollen mit gut 256 Millionen Euro wieder das Niveau des Vorjahres erreichen.

„Klimaschutz ist vernünftig, aber er muss bezahlbar sein“, sagte Viehweger. Modernisierungen nach der neuen Energieeinsparverordnung (EnEV) 2009 zögen zwangsläufig auch entsprechende Mieterhöhungen nach sich. „Die gibt der Markt aber nicht her“, betonte er. Viele Genossenschaften hätten daher in Erwartung der neuen Vorgaben die Arbeiten vorgezogen und nun stark gekürzt. „Der EnEV-Effekt ist damit sogar negativ“, sagte Viehweger und forderte Unterstützung in Form einer Modernisierungs-Förderung des Bundes.

Der Genossenschaftsverband sprach sich außerdem für eine möglichst langfristige Fortsetzung der Stadtumbau-Programme aus. Angesichts der Bevölkerungsentwicklung müsse man davon ausgehen, dass Sachsen in den kommenden zehn Jahren von einer neuen Leerstandswelle erfasst werde, sagte Viehweger. Dem müsse man begegnen.

Bei den Wohnungsgenossenschaften liegt die Leerstandsquote derzeit im Schnitt bei 8,7 Prozent - mit einer Spanne, die von 4 Prozent in Dresden bis zu gut 15 Prozent in Plauen und Zwickau reicht. Die rund 240 Mitgliedsunternehmen des Verbandes verfügen zusammen über 289 000 Wohnungen in Sachsen. Nach eigenen Angaben erzielten sie im Jahr 2009 einen Umsatzerlös von 1,1 Milliarden Euro.

dpa

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