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EnviaM erhöht Strompreise, Stadtwerke stabil

Abgaben und Umlagen wirken sich aus EnviaM erhöht Strompreise, Stadtwerke stabil

Der Energieversorger EnviaM macht für einen Großteil seiner Kunden den Strom teurer. Der Grundpreis für Privatkunden steigt zum 1. März um einen Euro monatlich. Das teilte Vertriebsvorstand Andreas Auerbach am Mittwoch in Markkleeberg mit.

Gestiegene Netznutzungskosten belasten die Strompreise.

Quelle: dpa

Markkleeberg/Dresden. Der Energieversorger EnviaM macht für einen Großteil seiner Kunden den Strom teurer. Der Grundpreis für Privatkunden steigt zum 1. März um einen Euro monatlich. Das teilte Vertriebsvorstand Andreas Auerbach am Mittwoch in Markkleeberg mit. Die Verbrauchstarife bleiben stabil. Als Hauptursache nannte der Strommanager den in den vergangenen Jahren deutlich gestiegenen Preis für die Netznutzung. Er habe sich seit 2010 „mehr als verdreifacht“.

Betroffen von der Steigerung sind die 720 000 Privatkunden in der Grundversorgung. Für die 146  000 Gewerbekunden ändert sich nichts. Das gilt auch für die 250 000 Privatkunden, die einen Stromvertrag mit Festpreisgarantie von bis zu zwei Jahren haben. Der von der Anhebung betroffene durchschnittliche Kunde mit einem Jahresverbrauch von 2000 Kilowattstunden zahlte bislang monatlich 56,17 Euro für die Energie, ab März werden es 57,17 Euro sein.

Auerbach sagte, Steuern, Abgaben und Umlagen seien in diesen Jahr auf ein neues Rekordniveau gestiegen. Allein die Abgabe zur Finanzierung des Ausbaus der erneuerbaren Energien (EEG-Umlage) sei von 6,17 Cent je Kilowattstunden auf 6,35 Cent geklettert. Alle Abgaben und Umlagen lägen um 7,5 Prozent über dem Vorjahresniveau und machten knapp 48 Prozent der Stromrechnung aus. „So kann es nicht weitergehen“, meinte Auerbach zwar, aber er befürchtet, dass der Trend nach oben zumindest so schnell nicht zu stoppen sein wird.

So dürfte zum 1. Januar nächsten Jahres der Stromkunde mit den Kosten der Klima- und Kapazitätsreserve belastet werden. Einige Braunkohlekraftwerke oder Blöcke werden nach und nach für einige Jahre der Notfallreserve zugeführt, die Betreiber erhalten dafür eine Entschädigung, die alle Verbraucher zu zahlen haben. Das erste Kraftwerk bundesweit, das dieser Reserve zugeordnet wird, ist Buschhaus bei Helmstedt. Es gehört zur Mitteldeutschen Braunkohlegesellschaft (Mibrag) in Zeitz.

Steigende Netzentgelte

Weiterer Belastungsposten sind die steigenden Netzentgelte, maßgeblich verursacht durch den Ausbau der Stromleitungen. Der ist erforderlich, da immer mehr Sonnen- und Windkraftanlagen ans Netz angeschlossen werden. Entlastend wirkten sich nach Auerbachs Angaben die niedrigeren Preise für den Strom aus, die sich der führende ostdeutsche Regionalversorger mit einem Vorlauf von bis zu 36 Monaten an der Leipziger Energiebörse beschafft.

Ein Großteil der Stromversorger in der Bundesrepublik hat zum Jahresbeginn die Preise angehoben. Das haben 4,9 Millionen Verbraucher bereits zu spüren bekommen. Im Schnitt lag die Verteuerung bei 2,9 Prozent. Einige wenige haben sogar Reduzierungen vorgenommen. Die Stadtwerke Leipzig halten die Strompreise in der Grundversorgung für Haushaltskunden stabil.

„Die Entwicklung des Strommarktes und unsere nachhaltige Stromeinkaufsstrategie führen zu einer Senkung unserer Beschaffungskosten für Strom“, hatte Johannes Kleinsorg, Geschäftsführer der Stadtwerke Leipzig, bereits vor wenigen Wochen mitgeteilt. Damit habe das Unternehmen die gestiegenen Kosten für Steuern, Abgaben und Umlagen für seine Kunden kompensieren können.

Auch die Stadtwerke Dresden (Drewag) planen keine Anhebung. „Unsere Strompreise bleiben in allen Tarifen 2016 stabil“, so Unternehmenssprecherin Gerlind Ostmann. Auf der einen Seite könne Strom günstiger eingekauft werden. Auf der anderen Seite seien die Netznutzungsentgelte gestiegen. Auch die staatlichen Umlagen hätten sich erhöht.

Von Ulrich Milde

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