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Ex-LVB-Manager Hanss erhält gut 100 000 Euro Firmenpension

Ex-LVB-Manager Hanss erhält gut 100 000 Euro Firmenpension

Zu den umstrittenen Pensionsverträgen des früheren Hauptgeschäftsführers Wilhelm Georg Hanss haben die Leipziger Verkehrsbetriebe (LVB) gestern einen Vergleich geschlossen.

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Wilhelm Georg Hanss

Quelle: André Kempner

Leipzig. Demnach zahlt das kommunale Unternehmen in Zukunft nur etwa die Hälfte jener Summe, die sich Hanss durch dubiose Änderungen in seinen Anstellungsverträgen einstmals gesichert hatte.

Konkret erhält der heute 64-Jährige rückwirkend zum Zeitpunkt seines Ausscheidens (1. Januar 2011) eine Firmenpension von jährlich 141 000 Euro. Dieser Betrag wird aber ab September 2015 (dann beginnt das gesetzliche Rentenalter von Hanss) um seine Altersbezüge aus früheren Tätigkeiten als Gewerkschafter gekürzt. Nach Angaben der Anwälte von Hanss, der den Vergleich gestern ebenfalls akzeptierte, belaufen sich dessen Altersbezüge aus der Verdi-Unterstützungskasse und der gesetzlichen Rentenversicherung auf insgesamt etwa 40 000 Euro jährlich. Folglich müssen die LVB dem heute wieder in Köln lebenden Ex-Manager ab 1. September 2015 gut 100 000 Euro pro Jahr überweisen.

Wie berichtet, war Hanss zweimal vor Gericht gezogen. Er hatte von den LVB 200 000 Euro pro Jahr ohne Anrechnung der anderen Bezüge gefordert. Die Verkehrsbetriebe hingegen wollten nur 57 000 Euro zahlen.

Das Oberlandesgericht in Dresden ließ zuletzt ein Fachgutachten durch das Beratungsunternehmen Kienbaum erstellen. Darauf basierend schlug der Richter die nun geltende Lösung vor. "Mit diesem Vergleich wurde ein Schlussstrich unter eine jahrelange Auseinandersetzung gezogen. Nun herrscht für beide Seiten Rechtssicherheit", sagte LVB-Aufsichtsratschef Norbert Menke. Leipzigs Stadtkonzern habe aus dem Skandal gelernt, könne "derartige Vorkommnisse zukünftig ausschließen." Bei einer statistischen Lebenserwartung von 83 Jahren würden die LVB - gegenüber den Forderungen von Hanss - durch den Vergleich 2,1 Millionen Euro sparen.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 07.10.2014

Jens Rometsch

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