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Flughafen Cochstedt will mit 24-Stunden-Betrieb Leipzig/Halle ergänzen

Flughafen Cochstedt will mit 24-Stunden-Betrieb Leipzig/Halle ergänzen

Der vor kurzem privatisierte Flughafen Cochstedt zwischen Magdeburg und dem Harz in Sachsen-Anhalt hat am Mittwoch seine Betriebsgenehmigung erhalten. Damit können dort ab sofort Flugzeuge nahezu jeder Größe starten und landen.

Cochstedt. Der Linienbetrieb soll im Herbst beginnen, wie die Flughafengesellschaft in Cochstedt mitteilte. Dann sollen zwei bis drei Strecken in Richtung Südeuropa zweimal wöchentlich bedient werden.

Genaue Flugziele sollen demnächst bekanntgegeben werden. „Es geht um touristische Rennstrecken“, sagte Eckart Bucher, der die Verhandlungen führt. Ziele wie Mallorca oder die Kanaren seien nicht auszuschließen. Mit dem Sommerflugplan 2011 ab Ende März/Anfang April sollen laut Bucher zwei Airlines hinzukommen. Es gebe bislang Abschlüsse mit drei Fluggesellschaften. Eine von ihnen ist Hamburg International. Die Flugpläne seien noch nicht perfekt, daher werde über Details noch nicht gesprochen.

Sachsen-Anhalt hat den ehemaligen sowjetischen Militärflugplatz komplett privatisiert. Vor vier Monaten hatte die dänische Airport Development A/S den Flughafen gekauft. In den Ausbau des ehemaligen sowjetischen Militärflughafens hatte das Land nach der Wende rund 60 Millionen Euro investiert. Weitere Subventionen seien für den Kernbetrieb nicht geplant, betonte Wirtschaftsminister Reiner Haseloff (CDU).

Verkehrsminister Karl-Heinz Daehre (CDU) sagte, dass sich Cochstedt als Regionalflughafen in das mitteldeutsche Luftverkehrskonzept von Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen einfüge. Er ergänze das Netz, insbesondere auch das Angebot des Flughafens Leipzig-Halle. Cochstedt hat kein Nachtflugverbot, der Flughafen kann täglich 24 Stunden angeflogen werden.

Bucher sagte, die Passagiere des Flughafens rund 30 Kilometer südwestlich von Magdeburg sollten vor allem aus dem Umfeld von 150 bis 200 Kilometern kommen. In diesem Umkreis befinden sich auch die Airports Hannover, Leipzig-Halle und Berlin. Bucher sagte, Cochstedt würde ab einer jährlichen Passagierzahl von etwa 200 000 schwarze Zahlen schreiben. Er hält es nach eigener Aussage für möglich, dass die Zahl schon 2011 erreicht wird.

Bis der Flugbetrieb startet, wird noch ein temporärer Terminal eingerichtet, wie der Inhaber Peter Solbeck sagte. In der Spitzenzeit sollen dort bis zu 400 Passagiere pro Stunde abgefertigt werden. Laut Bucher soll es später auch innerdeutsche Verbindungen ab Cochstedt geben. Auch der Frachtbereich soll aufgebaut werden. Ein drittes Standbein soll die Ausbildung im Flugwesen sein.   

Daehre sagte zu, dass sich das Land weiter für eine bessere verkehrstechnische Anbindung kümmern werde. Derzeit werde die Bundesstraße 81 von Magdeburg in Richtung Harz vierspurig ausgebaut. Zudem gebe es eine weitere Ortsumgehung. Die B6 sei bereits heute eine gute Verbindung von Cochstedt nach Niedersachsen, sagte Daehre.

Dörthe Hein, dpa

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