Volltextsuche über das Angebot:

17 ° / 9 ° Regenschauer

Navigation:
Google+ Instagram YouTube
GEW: Leipzig muss Tagesmütter besser bezahlen

GEW: Leipzig muss Tagesmütter besser bezahlen

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) hat die Stadt Leipzig aufgefordert, das Tagespflege-Urteil von Mitte Juni zeitnah umzusetzen. Hintergrund: Die 5. Kammer des Verwaltungsgerichts Leipzig hat einer Klägerin Recht gegeben und das Rathaus dazu verurteilt, die Bezahlung neu festzulegen (die LVZ berichtete).

Voriger Artikel
Passagierplus am Airport Leipzig/Halle - Zweitgrößter Frachtflughafen nach Frankfurt
Nächster Artikel
Staatliche Beihilfe für den Flughafen Leipzig/Halle von der EU genehmigt

GEW-Vizechefin Ines Hartmann (l.) bei Gesprächen mit Bürgermeister Fabian und OBM Jung.

Quelle: Privat

Leipzig. Bisher erhalten die rund 500 Leipziger Tagesmütter und -väter 0,89 Cent pro Stunde und betreutem Kind. Der bundesweite Durchschnittswert liegt aber bei 2,79 Euro. "Ich hoffe, dass die Stadt sich nicht auf juristische Spielereien einlässt. Wir vertreten 120 Tagesmütter und -väter, deren Klagen wir dann einreichen", stellt Leipzigs GEW-Vorsitzende Cornelia Falken unmissverständlich klar.

Die Gewerkschaft hat sich vor den Sommerferien mit Oberbürgermeister Burkhard Jung und Thomas Fabian getroffen (beide SPD), um ihre Sicht auf Kita- und Schulprobleme in Leipzig darzulegen. Fabian auf LVZ-Nachfrage: "Das Urteil wird innerhalb der Verwaltung ausgewertet und im Rechtsamt geprüft." Ob die Stadt Rechtsmittel einlege, sei aber noch nicht entschieden. Betroffen sei allerdings nicht nur Leipzig. Deshalb wolle die Verwaltung sich mit dem Sächsischen Städte- und Gemeindetag auf eine gemeinsame Linie verständigen. Fabian: "Ich gehe davon aus, dass es noch in diesem Jahr zu einer Neuregelung kommt."

Die GEW zieht aber nicht nur gegen Unterrichtsausfall und Lehrermangel zu Felde, den der Freistaat Sachsen zu verantworten hat. Gedrängt wird auch darauf, dass die Stadt Leipzig ihre Hausaufgaben macht und genügend Unterrichtsräume bereitstellt, ohne dass die Kinder durch die gesamte Stadt fahren müssen. Pro Jahr gibt es künftig etwa 1000 zusätzliche Schüler - das stellt die Stadt vor riesige Herausforderungen.

"Wir sind schon froh, dass die Stadt eine Klassenstärke über 28 Schüler ebenfalls nicht tolerieren möchte. Denn viele Räume sind dafür gar nicht geeignet", so GEW-Vizechefin Ines Hartmann. Die Gewerkschaft drängt darauf, dass Leipzig notfalls Containerlösungen erwägt, wenn es mit dem Ausbau vorhandener Gebäude und Neubauten nicht zügig genug vorangeht. Ob er sich das vorstellen kann, lässt Fabian offen. "Der Handlungsdruck ist groß, doch wir haben viele notwendige Baumaßnahmen in die Wege geleitet." Derzeit sei die Verwaltung dabei, den Schulentwicklungsplan zu aktualisieren - auf Basis der jüngsten Bevölkerungsprognosen.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 19.07.2014

Mathias Orbeck

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Wirtschaft
  • Jetzt einschalten!

    Begeistern Sie Ihre Kunden mit Ihren eigenen Angeboten & Informationen auf großen Bildschirmen – spielend einfach mit der LVZ Mediabox. mehr

  • Unsere Empfehlung

    Kein Display? Kein Problem! Von 22 bis 55 Zoll - mit unseren Mediabox-Komplettsystemen bieten wir Ihnen immer die individuell passende Lösung an. mehr

  • Top Preis

    Sie besitzen bereits einen Display? Mit der LVZ Mediabox steuern Sie ihre individuelle Sendeschleife bequem über das Internet. mehr

  • Sie bestimmen das Programm

    Individuell und aktuell: Ihre Informationen, Angebote und Aktionen sowie News der LVZ und von N24 auf der LVZ Mediabox mehr