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Gewerkschaftschefin: Flüchtlinge sind eine Chance für das Gastgewerbe

Zuwanderung Gewerkschaftschefin: Flüchtlinge sind eine Chance für das Gastgewerbe

Gaststätten und Hotels finden vielfach keine Azubis und Fachkräfte mehr. Die Gewerkschaft NGG fordert deswegen: Nutzt die Chancen des Flüchtlingszustroms. Wichtige Grundlage seien jedoch Sprachkenntnisse.

Quelle: André Kempner

Die Vorsitzende der Gewerkschaft NGG, Michaela Rosenberger, sieht im Zuzug der Flüchtlinge eine große Chance für das Gastgewerbe. „Sowohl in der Ernährungsindustrie, aber auch vor allem im Gastgewerbe klagen die Arbeitgeber ja seit langem, dass sie nicht genug Nachwuchs finden“, sagte Rosenberger in Leipzig. Es fehlten Auszubildende - und damit absehbar Fachkräfte - für Berufe wie Koch oder Hotelfachmann. Hier könnten die neu nach Deutschland gekommenen Menschen eine Lücke füllen. Die Geflüchteten müssten so schnell wie möglich integriert werden. „Ganz wichtig sind da natürlich Sprachkenntnisse. Da muss investiert werden.“ Und es wäre natürlich besonders wünschenswert, wenn Arbeitgeber sich daran beteiligen würden. „Zum Beispiel könnten sie Sprachkurse fördern“, sagte Rosenberger. Denkbar seien auch Patenschaften, um ausländischen Angestellten den Einstieg in den Beruf zu erleichtern. Im Gastgewerbe gebe es bereits jetzt viele Angestellte mit Migrationshintergrund. Sie könnten Brücken bauen für neue Kollegen.

Keinesfalls aber dürfe es Ausnahmen vom Mindestlohn bei Flüchtlingen geben, sagte Rosenberger. „Damit wäre der Mindestlohn kaputt. Wenn wir diese eine Ausnahme haben, werden wir ganz schnell auch andere Ausnahmen haben.“ Es dürfe keine Arbeiter erster und zweiter Klasse geben. „Das gäbe auch sozialen Unfrieden. Denn davor haben die Menschen am meisten Angst, dass durch die Flüchtlinge eine Armee von Billigarbeitern ins Land kommt, die ihnen die Arbeitsplätze wegnehmen. Das wollen wir auf keinen Fall zulassen.“ Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) feiert in diesem Jahr ihr 150-jähriges Bestehen. Sie geht auf den Allgemeinen Deutschen Cigarren-Arbeiterverein zurück, der 1865 in Leipzig gegründet wurde. Bundesweit hat die NGG nach eigenen Angaben 205 000 Mitglieder.

LVZ

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