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Gewinneinbruch abfedern: Verbundnetz Gas AG will sich neu ausrichten

Gewinneinbruch abfedern: Verbundnetz Gas AG will sich neu ausrichten

Nach dem Gewinneinbruch in diesem Jahr sucht der Leipziger Importeur Verbundnetz Gas (VNG) nach Auswegen. „Die gesamte Branche, aber insbesondere die Gasimporteure, kämpfen mit schwierigen Rahmenbedingungen“, sagte Karsten Heuchert, Vorstandsvorsitzender der VNG, im Interview mit der Leipziger Volkszeitung (Sonnabend-Ausgabe).

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Auf Lösungssuche: Die Verbundnetz Gas AG (VNG) will sich nach dem diesjährigen Gewinneinbruch neu aufstellen.

Quelle: Norman Rembarz

Leipzig. Es sei viel Gas auf dem europäischen Markt und in Folge der Finanzkrise 2008 sei die Nachfrage zurückgegangen. Wie alle großen deutschen Importeure müsse sich auch VNG mit der anhaltenden Preisdifferenz für Erdgas zwischen den langfristigen Bezugsverträgen und den europäischen Großhandelsmärkten auseinandersetzen.

„Wir führen natürlich Verhandlungen mit unseren Vorlieferanten“, sagte Heuchert dem Blatt. In den Verträgen seien außerdem Schiedsverfahren vorgesehen, „wenn die Verhandlungen nicht zu Ergebnissen führen. Von dieser Möglichkeit habe Ostdeutschlands größter Versorger in der Vergangenheit schon Gebrauch gemacht. Künftig werde VNG außerdem das Bezugsportfolio weiter optimieren.

Das Unternehmen beziehe inzwischen mehr als 30 Prozent von den europäischen Spot- und Terminmärkten. „Aber um Versorgungssicherheit zu gewährleisten ist es wichtig, auch künftig langfristige Bezugsverträge zu haben“, so Heuchert. Er warnte davor, die Ölpreisbindung zu früh zu beerdigen.

Aufgrund der Nachfrage aus dem asiatischen Raum rechnet Heuchert mit einer wachsenden Nachfrage nach Erdgas. „Durch die rückläufige Eigenproduktion, zum Beispiel in Deutschland, wird sich der Importbedarf von Europa erhöhen“, so der Manager.

Auch der von Schwarz-Gelb beschlossene Atomausstieg rücke Erdgas wieder stärker in den Fokus der Energiewirtschaft. Zwar nehme mit wachsender Energieeffizienz der Verbrauch ab. „Dennoch ist Erdgas ein wichtiger Partner der erneuerbaren Energien. Wind- und Sonnenenergie werden nicht immer zur Verfügung stehen. Hier können Gaskraftwerke die schwankenden Einspeisungen von Wind und Solarenergie durch ihre flexible Fahrweise sehr gut ausgleichen“, sagte Heuchert.

Birgit Schöppenthau

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