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Halberg Guss erhält Genehmigung für Geruchsfilteranlage mit Auflagen

Halberg Guss erhält Genehmigung für Geruchsfilteranlage mit Auflagen

Das Amt für Umweltschutz der Stadt Leipzig hat der Firma Halberg Guss die Genehmigung für eine Abluftreinigungsanlage erteilt. Für die Filteranlage wolle das sich in Insolvenz befindliche Gießereiunternehmen 5,55 Millionen Euro ausgeben.

Bis Dezember 2012 sollen insgesamt drei Module der Trockenfilter-Adsorptionsanlage in Betrieb genommen werden, teilte die Stadt mit. Sie dient speziell der Reinigung der beim Gießprozess entstehenden stark geruchsstoffbeladenen. Die Freisetzung von Gießereigerüchen werde damit reduziert, lasse sich jedoch nicht gänzlich schließen, hieß es weiter. Das erste Modul ist seit Januar in Betrieb. Anwohner im Leipziger Westen hatten sich immer wieder über die Belastungen durch die Gießerei beschwert.

Das Unternehmen habe eine Reihe von Nebenauflagen erhalten. So lege der Bescheid unter anderem fest, dass die Grenzen für Geruchsstoffe und für Lärm nicht überschritten werden dürfen. Der Eigentümer müsse durch Messungen nachweisen, dass er die Bestimmungen erfüllt.

Derweil strebt der Insolvenzverwalter von Halberg Guss bis Ende Juni eine Lösung für die Gießerei-Gruppe an. "Bis dahin soll klar sein, wohin die Reise geht", sagte Franz J. Abel. Den Mitarbeitern des Leipziger Werks versicherte der Jurist: "Dieser Standort wird bleiben." Wegen eines Auftragseinbruchs durch die Wirtschaftskrise hatte der Automobil-Zulieferer im Juni 2009 Insolvenz angemeldet.

Für eine Rettung der Firma kommen mehrere Möglichkeiten infrage, wie Abel erläuterte. Zum einen spreche er mit vier Unternehmen aus dem In- und Ausland, die an einem Kauf von Halberg Guss interessiert seien. Zum anderen werde parallel dazu ein Insolvenzplanverfahren eingeleitet mit dem Ziel, dass die Gießerei-Gruppe im Besitz der Eigentümer bleibt. Auch würden die rechtlichen Möglichkeiten für eine Staatshilfe geprüft.

Das Saarland hat sich bereit erklärt, die Sanierung eines der wichtigsten Arbeitgeber des Bundeslandes zu unterstützen. Sachsens Landesregierung hat sich vor zwei Wochen in die Gespräche eingeschaltet. Saarbrücken ist Firmensitz von Halberg Guss, ein drittes Werk steht in Südafrika.

Der Leipziger Standort erhält wieder deutlich mehr Aufträge. "Wir haben ganz schön zu tun", sagte Betriebsratschef Thomas Jürs. Die etwa 530 fest angestellten Mitarbeiter würden mittlerweile von rund 100 Leiharbeitskräften unterstützt. Bis März war im Werk kurz gearbeitet worden.

mro/wer

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