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Handelshäuser, Wohnen, Hotels: Am Leipziger Brühl herrscht neuer Bauboom

Handelshäuser, Wohnen, Hotels: Am Leipziger Brühl herrscht neuer Bauboom

Sag niemals nie: Zehn Jahre nach Eröffnung des Museums der bildenden Künste erhält Leipzigs Bilder-Schatztruhe nun doch noch jenes Aussehen, wie es sich die Architekten Hufnagel, Pütz, Rafaelian Mitte der Neunziger ausgedacht hatten.

Leipzig. Rings um das 74,5 Millionen Euro teuere  Museum wollten sie noch vier Winkel - gleich einem Bilderrahmen - platzieren. Doch lange fanden sich für diese extrem schmalen Bauten - trotz bester City-Lage - keine privaten Geldgeber. Erst 2011 konnte der niederländische Projektentwickler Kondor Wessels den ersten der vier Winkel eröffnen: an der Ecke Katharinenstraße/Markt.

Seit dieser Woche ist nun vor Ort unübersehbar, dass Winkel zwei und drei bald folgen. Für das fehlende Stück neben der Außenstelle des Stadtgeschichtlichen Museums (Ecke Reichsstraße/Böttchergässchen) haben die Arbeiten endlich begonnen. Wenige Schritte entfernt ist die Grube für zwei neue Hotels, die den dritten Winkel bilden, fast fertig. In anderthalb Jahren werden also nur noch schmale Durchgänge die Passanten neugierig auf das Bildermuseum in der Mitte machen. Lediglich der vierte Winkel (an der Ecke Brühl/Katharinenstraße) bleibt dann noch vakant. Dieses 1700 Quadratmeter große Areal gehört einer Erbengemeinschaft der Pelzhändler Leib und Beril Bernstein, deren Mitglieder in London und New York leben.

Doch wer weiß: Das ganze Gebiet neben dem Brühl erlebt derzeit einen so starken Zuspruch von Investoren, dass auch das letzte Winkel-Areal vielleicht bald neue und bauwillige Eigentümer hat. Nach LVZ-Informationen gibt es zudem schon Baupläne für jene Lücke am Brühl, die durch eine Giebelwand-Malerei von Michael Fischer-Art zum Thema Friedliche Revolution bekannt ist. Für die Katharinenstraße 13 begann vor zwei Wochen die Vermarktung von 19 Eigentumswohnungen. Dort will die Berliner DKW-Gruppe einen 1896 errichteten Handelshof, der zuletzt die Nobeldisko "Markt 1" beherbergte, ab Anfang 2015 rekonstruieren.

 Für den aktuellen Bauboom im Nordteil der City gibt es einen entscheidenden Grund, erklärt Stefan Sachse, Geschäftsführer beim Immobilienvermittler BNP Paribas Real Estate. Das Einkaufszentrum "Höfe am Brühl" - so umstritten dessen Bau auch gewesen sei - habe ein lange vernachlässigtes Gebiet wieder attraktiv für Investitionen gemacht. "Zum Beispiel die Hainstraße wird bald wieder an ihre historische Rolle als eine der wichtigsten Handelsstraßen in Leipzig anknüpfen können." Aufgrund der Wiederbelebung von Oelßners Hof gibt Sachse auch der Nikolaistraße eine gute Perspektive. Nur eines getraut sich niemand zu prophezeien: Wann die Firma Unister ihren Neubau am Brühl startet.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 30.07.2014

Jens Rometsch

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