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Heidelberg Druck will Leipziger Werk schließen – rund 250 Mitarbeiter betroffen

Heidelberg Druck will Leipziger Werk schließen – rund 250 Mitarbeiter betroffen

Hiobsbotschaft für die rund 250 Mitarbeiter der Heidelberger Druckmaschinen AG in Leipzig: Das Unternehmen will seinen Standort im Gewerbepark Nordost schließen.

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Mitarbeiter von Heidelberg Druck bei der Betriebsversammlung am Mittwoch: Das Unternehmen gibt bekannt, sein Werk in Leipzig zu schließen.

Quelle: Wolfgang Zeyen

Leipzig. Dies teilte die Firmenspitze am Mittwoch den Mitarbeitern auf einer Betriebsversammlung mit. Grund für das Aus sind interne Umstrukturierungen.

Der weltweit tätige Konzern will seine gesamte Sparte der Weiterverarbeitungsgeräte für den Werbedruck, zu der auch das Leipziger Werk gehört, nach China verlagern. „Die Eigenfertigung an den Heidelberg Standorten in Deutschland ist unter den neuen Marktbedingungen nicht mehr wettbewerbsfähig“, erklärte das Unternehmen. Geplant sei künftig eine strategische Partnerschaft mit dem chinesischen Hersteller Masterwork Machinery.

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Leipzig. Die IG Metall ist weiter auf der Suche nach Interessenten für das Leipziger Werk von Heidelberger Druck. „Ich bin immer noch optimistisch, dass wir irgendetwas hinkriegen“, sagte der Leipziger IG Metall-Chef Bernd Kruppa am Freitag. Die Heidelberger Druckmaschinen AG hatte angekündigt, den Leipziger Standort zu schließen und die Sparte der Weiterverarbeitungsmaschinen für den Werbedruck größtenteils stillzulegen.

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Verhandlungen über Sozialplan angekündigt

Bis auf die Fertigung von Falzmaschinen in Ludwigsburg sollen alle Standorte im Bereich Postpress geschlossen werden. Weltweit sind davon nach Angaben von Heidelberg Druck rund 650 Mitarbeiter betroffen. Im Leipziger Werk, früher Brehmer Buchbindemaschinen, werden derzeit Klebebinder und Sammelhefter hergestellt.

Wie ein Unternehmenssprecher sagte, sollen jetzt zügig Gespräche mit den Arbeitnehmervertretern über einen Interessenausgleich und Sozialplan aufgenommen werden. Erst dann könne gesagt werden, zu welchem Zeitpunkt die Schließung erfolge.

Konzern begründet Schritt mit Renditezielen

Im vergangenen Jahr schrieb Heidelberger Druck nach einem umfangreichen Umbauprogramm erstmals seit fünf Jahren wieder schwarze Zahlen. Die deutsche Maschinenbaubranche hatte nach einer Stagnation im vergangenen Jahr für 2014 ein Produktionswachstum von drei Prozent erwartet. In Folge der Ukraine-Krise senkte die Schlüsselindustrie ihre Wachstumsprognose auf nur noch ein Prozent.

„Die Neuaufstellung der Bereiche ist ein wichtiger Schritt, die wirtschaftliche Situation von Heidelberg zu verbessern und dem Renditeziel einer EBITDA-Marge von mindestens acht Prozent näher zu kommen“, sagte Gerold Linzbach, Vorstandsvorsitzender des Unternehmens. Insgesamt beschäftigt Heidelberg Druck eigenen Angaben zufolge derzeit 14.215 Mitarbeitern in fünf Ländern.

nöß/dpa

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