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Helfer im Tarif-Dschungel - Vergleichsrechner für KFZ-Versicherungen im Test

Helfer im Tarif-Dschungel - Vergleichsrechner für KFZ-Versicherungen im Test

Etliche KFZ-Versicherer wollen zum Jahreswechsel ihre Tarife erhöhen. Bis Ende November können Autofahrer wechseln. Wer einen günstigen Tarif sucht, greift immer öfter auf Vergleichsrechner im Internet zurück.

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Vergleichsportale für KFZ-Versicherungen im Test

Leipzig. Doch halten diese auch was sie versprechen? Das Finanzportal monero.de hat für die LVZ fünf führende Portale unter die Lupe genommen – und gibt Tipps, worauf Wechselwillige hier achten sollten.

Was wurde getestet?

Die Macher von monero.de haben sich zwei Testkunden ausgedacht – einen Alleinstehenden aus Hamburg und einen Familienvater aus Düsseldorf. Mit den fiktiven Angaben wurden dann fünf populäre Vergleichsrechner gefüttert: FinanzScout24, Check24, Toptarif, Transparo und FSS-online. Es gibt aber noch Dutzende andere Anbieter, die laut monero.de aber zum Teil die gleiche Software nutzen.

Wer liefert die besten Treffer?

Pauschal lässt sich das nicht sagen. Die Tester haben daher darauf verzichtet, einen Testsieger zu ernennen. Alle fünf Portale lieferten brauchbare Ergebnisse und fanden günstige Tarife, so ihr Fazit. Wirklich perfekt war aber keines. Sie nannten durchaus unterschiedliche Top-Angebote – und der jeweils beste der fünf Testkandidaten war in beiden Fällen etwa zehn Prozent günstiger als der jeweils schlechteste. Ein eindeutiges Bild gab es hier aber nicht: Während TopTarif bei einem Vergleich das zweitbeste Ergebnis lieferte, war dasselbe Portal beim anderen ganz am Ende. Check24 lieferte trotz „Tiefstpreis-Garantie“ auf seiner Homepage in keinem der beiden Fälle den günstigsten Treffer. Zum Teil zeigten die Portale für identische Tarife desselben Versicherers sogar unterschiedliche Prämien an. Und bei einer Stichprobe der LVZ wenige Tage später zeigte sich, dass inzwischen noch günstigere Tarife auftauchen.

Wie kommt es zu solchen Abweichungen?

Monero-Chefredakteur Gerd Bielenberg erklärt das damit, dass jedes Vergleichsportal immer nur einen Teil aller verfügbaren Tarife im Angebot hat. Das könne zum Beispiel daran liegen, dass Versicherer keine Daten liefern – oder dass das Vergleichsportal nur mit bestimmten Anbietern Provisionsverträge habe. Denn, so Bielenberg, die meisten Vergleichsportale fungierten als Versicherungsvermittler – und werden für die Abschlüsse über die Links auf ihrer Seite bezahlt. Bielenbergs Tipp lautet daher: Sich Zeit nehmen und mindestens drei Vergleichsrechner nutzen. Und wer nicht sofort abschließen will, sollte später erneut schauen, ob noch günstigere Tarife aufgenommen wurden. Denn Stichtag für den Wechsel ist erst der 30. November, viele Versicherer geben die Konditionen daher erst nach und nach heraus. Oft, so Bielenberg, reiche es schon, sich ein Billigangebot auszudrucken und an die bisherige Versicherung zu schicken – mit der Bitte um ein Gegenangebot. Dann seien laut Branchenkennern plötzlich sogenannte Taschenrabatte von bis zu 20 Prozent möglich.

Wie sieht es mit dem Datenschutz aus?

Verbraucher sollten nur Vergleichsrechner nutzen, bei denen sie keine persönlichen Daten wie Name oder E-Mail angeben müssen, rät Bielenberg. Ein Portal – Geld.de – wurde daher im Test gar nicht berücksichtigt. Denn der Vergleich wird hier nur angezeigt, wenn man Name, Anschrift und E-Mail-Adresse verrät – und in den Datenschutzbestimmungen zustimmt, per E-Mail oder Telefon über „Neuigkeiten“ informiert zu werden. „Dass der Nutzer einen solchen uneingeschränkten Freibrief für Werbung abliefert, ist vollkommen inakzeptabel“, kritisiert Bielenberg. Ein Monero-Tester habe dann auch schon am Tag nach dem Vergleich einen Werbeanruf erhalten.

Worauf sollten Nutzer sonst noch achten?

Wer einen Vergleichsrechner nutzt, sollte bei den Treffern genau prüfen, ob die gemachten Angaben wirklich korrekt berücksichtigt wurden. So habe Check24 auf den vorderen Plätzen Tarife genannt, bei denen die Selbstbeteiligung abwich, kritisiert Bielenberg. Das sei durch einen Hinweis aber auch deutlich gemacht worden. Vorsicht sei zudem bei der Werkstattbindung geboten: Alle getesteten Portale hätten hier Tarife mit Werkstattbindung in der Kasko voreingestellt. Wer bei der Werkstattwahl frei sein wolle, müsse diese Einstellung unbedingt ändern.

Frank Johannsen

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