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IG Metall Sachsen kritisiert Arbeitgeber als "kurzsichtig"

IG Metall Sachsen kritisiert Arbeitgeber als "kurzsichtig"

Die IG Metall wirft Arbeitgebern Realitätsferne und Kleinkrämerei vor. Sie seien „nicht nur knausrig, sondern auch kurzsichtig", sagte Olivier Höbel, Chef der IG Metall Berlin-Brandenburg-Sachsen, der Leipziger Volkszeitung (Montag-Ausgabe).

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Olivier Höbel, Chef der IG Metall Berlin-Brandenburg-Sachsen.

Quelle: Wolfgang Zeyen

Leipzig. Hintergrund ist, dass die Arbeitgeber die 6,5-prozentigen Lohnforderung der Gewerkschaft für die kommende Tarifrunde in der Metall- und Elektroindustrie ablehnen.

Das zeige den fehlenden Weitblick der Arbeitgeberseite. „Unsere Wirtschaft ist stark vom Export getragen. Die Hälfte davon geht in den Euro-Raum. Angesichts der europäischen Sparpolitik dürfte ein Teil dieser Ausfuhren nicht mehr sicher sein", so Höbel. „Deshalb muss die Metallindustrie als starke Branche über Lohnerhöhungen verstärkt zur Binnennachfrage beitragen", begründet der Gewerkschafter die Lohnforderung. Schließlich sei die Binnennachfrage ein wichtiges Standbein „einer positiven wirtschaftlichen Entwicklung".

Auch die Forderung nach einer Übernahme der fertigen Azubis in unbefristete Jobs habe mit Weitsicht zu tun. Wer junge Leute im Osten halten wolle, müsse schon jetzt handeln. „Bereits heute müssen junge Leute gefunden werden, die in fünf Jahren so weit sind, erfahrene Mitarbeiter zu ersetzen, die dann in Rente gehen", sagte Höbel dem Blatt. Und: Den Jugendlichen müssten gute Angebote unterbreitet werden, die ihnen „soziale Sicherheit und berufliche Perspektiven bieten. Sonst gehen die Firmen leer aus", zeigte sich der IG-Metall-Chef überzeugt.

Auch dürfe nicht versucht werden, das Nachwuchsproblem über Leiharbeit abzufangen. Das sei nicht im Sinne des Erfinders. „Zeitarbeiter sollen nur bei Auftragsspitzen eingesetzt werden. Deshalb müssen die Betriebsräte hier mitreden dürfen. Damit nicht die Festangestellten in Bedrängnis geraten und auch, um für mehr Gerechtigkeit zu sorgen." Dabei sollte erreicht werden, Leiharbeiter mit den festen Beschäftigten möglichst materiell gleichzustellen.

Ulrich Langer

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