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IG Metall macht in Leipzig Front gegen den Missbrauch von Werkverträgen

Nach Abgasskandal IG Metall macht in Leipzig Front gegen den Missbrauch von Werkverträgen

Der Chef der Gewerkschaft IG Metall Detlef Wetzel spricht am Donnerstag bei einem bundesweiten Aktionstag in Leipzig und fordert nach dem Abgas-Skandal personelle Konsequenzen bei VW.

IG Metall-Chef Wetzel fordert nach dem Abgasskandal personelle Konsequenzen bei VW (Archivfoto).

Quelle: Wolfgang Zeyen

Leipzig. Die IG Metall macht Front gegen den Missbrauch von Werkverträgen. „Mit einem bundesweiten Aktionstag wollen wir den Druck auf den Gesetzgeber massiv verstärken, damit die weitere Spaltung von Arbeitnehmern in eine Mehrklassengesellschaft verhindert wird“, sagte IG-Metall-Chef Detlef Wetzel am Dienstag zu LVZ.de. Der Gewerkschaftsführer spricht am Donnerstag in Leipzig vor den Belegschaften von Porsche und BMW, industriellen Dienstleistern und Leiharbeitern.

Die Ansiedlung von Porsche und BMW in Leipzig sei ein „riesiger Erfolg“, so Wetzel weiter. 18.000 Arbeitsplätze seien dadurch entstanden. Allerdings gebe es auch Schattenseiten. Nirgendwo in Deutschland sei das Outsourcing von Produktion und Montage so weit fortgeschritten wie in Leipzig. Die IG Metall habe diese Situation mit einigen Tarifverträgen an dem sächsischen Standort verbessern können. Man wolle verhindern, dass Outsourcing in diesem Ausmaß Schule mache in Deutschland. Schon heute würden laut einer Untersuchung bundesweit in jedem dritten Betrieb Tätigkeiten aus der Produktion fremdvergeben. Deshalb fordert die IG Metall von den Arbeitgebern, dass sie keine weiteren Tätigkeiten auslagert, die zur Kernkompetenz eines Unternehmens gehören. Denn so gehe den Firmen wichtiges Know-how verloren.

Und die Politik müsse endlich per Gesetz eindeutige Regelungen festlegen. Erstens: Sollten Bereiche aus dem Unternehmen ausgegliedert werden, müssten Betriebsräte darüber mitbestimmen und mehr Informationsrechte erhalten, fordert Wetzel. Zweitens: Die Politik müsse endlich  die Hintertür für Scheinwerkverträge schließen und eindeutige Kriterien festlegen, die Werkverträge von Leiharbeit abgrenzen.

Abgas-Manipulation ist Anschlag auf Industriestandort Deutschland
 
Wetzel äußerte sich auch zu der Abgas-Manipulation in den USA. Dies treffe nicht nur den ganzen Volkswagen-Konzern hart. „Das ist zugleich auch ein Anschlag auf den Industriestandort Deutschland“, sagte der IG-Metall-Chef. Der Erfolg der deutschen Industrie beruhe auf technischem Fortschritt und Wertarbeit. Made in Germany dürfe nicht mit Pfusch oder Manipulation in Verbindung gebracht werden. „Die Folgen wären nicht auszudenken.“ Wetzel verlangte vom Konzern, „die Vorgänge jetzt radikal aufzuklären und die Öffentlichkeit umfassend darüber zu informieren“. Zugleich forderte der Gewerkschaftschef VW auf, „alle notwendigen sachlichen und personellen Konsequenzen zu ziehen“.

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