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IWH: Ostdeutsche Industrie blickt pessimistischer in die Zukunft

IWH: Ostdeutsche Industrie blickt pessimistischer in die Zukunft

Die ostdeutschen Industrieunternehmen blicken pessimistischer in die Zukunft als im Frühjahr. Das geht aus der jüngsten Konjunkturumfrage des Institutes für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) hervor, deren Ergebnisse am Dienstag veröffentlicht wurden.

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Die ostdeutschen Industrieunternehmen blicken pessimistischer in die Zukunft als im Frühjahr. Das geht aus der jüngsten Konjunkturumfrage des Institutes für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) hervor.

Quelle: dpa

Halle. Demnach bewertet ein Viertel der 300 im Juli befragten Unternehmen die Aussichten für die kommenden sechs Monate als „eher schlecht“ oder „schlecht“. Im Mai betrug dieser Anteil noch 16 Prozent.

Die andauernde europäische Schulden- und Vertrauenskrise drücke die Stimmung, teilte das Institut mit. Vor allem Unternehmen mit 250 und mehr Beschäftigten signalisieren eine deutliche Abkühlung des Geschäftsklimas. „Es ist ein Stimmungsbild, das sich zwar auch schnell ändern kann“, sagte die Autorin der Studie, Cornelia Lang. Doch im Allgemeinen komme die Stimmung später in der Lage an.

Bedeutend verschlechtert haben sich die Aussichten bei den Herstellern von Vorleistungsgütern, so aus der chemischen Industrie und aus den Bereichen Steine, Erden und Zement, wie das Institut weiter mitteilte. Dort bezeichnen fast 30 Prozent der Unternehmen die Aussichten als „eher schlecht“ oder “schlecht“. „Vorleistungsgüter machen einen wichtigen Teil der ostdeutschen Wirtschaft aus“, sagte Lang.

Laut Institut liegt in dem Bereich das Geschäftsklima, das sich aus Lage und Erwartungen zusammensetzt, beim Stand vom Herbst 2008. Nach der Pleite der US-Bank Lehman war die Konjunktur damals weltweit gekippt.

Auch bei den Herstellern von Investitionsgütern, so von Maschinen und Fahrzeugen, sind die Erwartungen eingetrübt. 26 Prozent berichten im Juli von „eher schlechten“ oder „schlechten“ Aussichten. Im Mai waren es noch 16 Prozent. Die Unternehmen seien trotz einer besseren Auftragslage als im Mai skeptisch, teilte das Institut mit.

Positiv verlief dagegen die Entwicklung im Konsumgüterbereich. Laut Institut ist die Lage dort seit Mai stabil. Vor allem die Hersteller von Nahrungsmitteln und Getränken erwarten noch bessere Geschäfte in den kommenden sechs Monaten. Ein Grund für die positive Entwicklung im Konsumgüterbereich sei, dass der private Verbrauch in Deutschland wegen der günstigen Lage auf dem Arbeitsmarkt und gestiegener Löhne gut läuft, sagte Lang.

Das Dresdner ifo-Institut hatte bereits vor gut einer Woche von einer Eintrübung der Stimmung in der ostdeutschen Wirtschaft berichtet. Die Experten dort machen ebenfalls die Finanz- und Schuldenkrise dafür verantwortlich. Sie gehen auch davon aus, dass die ostdeutsche Wirtschaft der konjunkturellen Entwicklung in ganz Deutschland weiter hinterherhinkt und sich das vermutlich in den kommenden Jahren nicht ändern wird.

dpa

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