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IWH: Ostdeutsche Wirtschaft legt 2011 zu

IWH: Ostdeutsche Wirtschaft legt 2011 zu

Die Wirtschaft im Osten legt in diesem Jahr deutlich zu - hinkt aber dem bundesweiten Wachstum insgesamt hinterher. Laut der Prognose des Instituts für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) wird das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in den neuen Ländern 2011 um 2,8 Prozent zunehmen.

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Ein Mechaniker überprüft die Schaufeln einer Turbine. (Symbolfoto)

Quelle: dpa

Halle. 2010 betrug das Wirtschaftswachstum in Ostdeutschland nur 2 Prozent, wie das Institut am Donnerstag in Halle weiter mitteilte. Für Deutschland rechnet das IWH - wie 2010 - mit einem Wachstum von 3,6 Prozent in diesem Jahr. Treibende Kraft des Wirtschaftswachstums im Osten sei weiterhin die Industrie. Aber auch die anziehende Binnennachfrage sei ein Wachstumsmotor.

„Nach dieser Prognose wird sich 2011 der Wachstumsrückstand gegenüber Westdeutschland zwar deutlich verringern, das Wachstumstempo bleibt jedoch erneut zurück“, erklärte Konjunkturexperte Udo Ludwig. Dies signalisierten nicht nur die zwar gestiegenen, aber im Vergleich zu den alten Ländern geringeren Gewinnerwartungen der Unternehmen in Ostdeutschland und die anhaltenden Konsolidierungsaktivitäten der ostdeutschen Bundesländer.

Zu Jahresbeginn hatte die Wirtschaft in den neuen Ländern laut Institut mit einem Zuwachs von 1,8 Prozent im Vergleich zum vierten Quartal 2010 einen wahren Produktionsschub erlebt. Für das zweite Quartal rechnen die Wirtschaftsforscher jedoch damit, dass die Dynamik abnimmt. Aktuell bewerten nach Angaben von Ludwig die ostdeutschen Unternehmen ihre Ertragserwartungen günstiger als im Jahr zuvor. Aber: „Auch im Jahr 2011 bremsen die längerfristig relevanten fundamentalen Schwächen das wirtschaftliche Wachstum“, sagte Ludwig zur Entwicklung in den neuen Ländern. So sei der Mittelstand im Osten vergleichsweise kleinteilig und nicht genügend innovativ.

Zu den Nachteilen der ostdeutschen Wirtschaft rechnet das IWH auch, dass es zu wenig Führungszentralen und Großunternehmen gebe. Die alternde und schrumpfende Bevölkerung habe zur Folge, das Potenzial sowohl für die Steigerung der Produktivität in der Wirtschaft als auch für die Nachfrage in der Region fehlten. Dies bekämen vor allem das Baugewerbe, der Handel und andere konsumnahe Dienstleister in den neuen Ländern zu spüren.

dpa

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