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Jobverlust bei Siemens Leipzig: Alternative im Gespräch

Jobverlust bei Siemens Leipzig: Alternative im Gespräch

Leichter Hoffnungsschimmer für die 325 um ihren Arbeitsplatz bangenden Beschäftigten des Siemens-Werks im Leipziger Ortsteil Böhlitz-Ehrenberg: Der massive Druck hat den Konzern nach Informationen der LVZ offenbar zu einem ersten kleinen Einlenken bewegt.

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Die Leipziger Siemens-Niederlassung in Böhlitz-Ehrenberg.

Quelle: Winfried Mahr

Leipzig. So soll Siemens inzwischen bereit sein, den Beschäftigten einen alternativen Arbeitsplatz im Konzern anzubieten. Der Elektro-Riese will womöglich damit die der Arbeitsagentur gegenüber bereits angemeldete Massenentlassung (die LVZ berichtete) etwas entschärfen. Von Siemens war dafür keine Bestätigung zu erhalten.

Leipzigs IG-Metall-Chef Bernd Kruppa bekräftigte gestern, dass seine Organisation den Jobabbau nicht tatenlos hinnehmen werde. Es werde an Alternativkonzepten gearbeitet, um den Standort "wenn es sein muss" auch außerhalb des Konzerns zu erhalten. Siemens hatte den geplanten drastischen Personalabbau damit begründet, dass das Werk, in dem Schaltanlagen hergestellt werden, in der Verlustzone sei. Deshalb ist es wahrscheinlich, dass die Produktion im Frühjahr 2014 nach Portugal verlagert wird.

Die angekündigten Stellenstreichungen stießen gestern auf ein unterschiedliches Echo. Florian Schäfer vom sächsischen Wirtschaftsministerium sagte, sein Haus wolle die unternehmensinterne Entscheidung derzeit nicht bewerten. Der wirtschaftspolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion und Leipziger Abgeordnete Wolfgang Tiefensee kündigte an, dass auch er "gegen die Vernichtung wertvoller Arbeitsplätze" kämpfen werde. Tiefensee bezeichnete die Absicht, die Produktion aus Kostengründen nach Portugal zu verlagern, als kurzsichtig. Dies würde sich für Siemens nicht auszahlen. Ähnlich argumentierte der Leipziger CDU-Landtagsabgeordnete Sebastian Gemkow. Bei einer Verlagerung setze Siemens die Marke Made in Germany aufs Spiel. In Leipzig gebe es hochqualifizierte und motivierte Mitarbeiter und ein wirtschaftliches Umfeld, das beste Rahmenbedingungen biete. "Ob dies auch an einem neuen Ort gegeben ist, erscheint fraglich", sagte der Parlamentarier. Nicht jede Umstrukturierung, die auf den ersten Blick ökonomisch sinnvoll erscheine, "ist es dann auch tatsächlich".

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 22.03.2013

Ulrich Milde

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