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Kammer protestiert gegen niedrigere Anforderungen für Ingenieure

„Solide Ausbildung trotz Fachkräftemangel“ Kammer protestiert gegen niedrigere Anforderungen für Ingenieure

Auch Sachsen als „Land der Ingenieure“ droht Fachkräftemangel. Nun rufen Berufsverbände nach Änderungen beim Anforderungsprofil. Die Ingenieurkammer protestiert und warnt vor Imageverlust.

(Archivbild)

Quelle: dpa

Dresden . Sachsen, das „Land der Ingenieure“, will sein Ingenieurgesetz novellieren. Angesichts von Forderungen nach einer Aufweichung der Kriterien warnt die Ingenieurkammer aber davor, die hohen Standards herabzusetzen. Die solide und anspruchsvolle Ausbildung mit einem hohem Anteil an Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik (MINT) sei angesichts der technischen Leistungen und Verantwortung der Ingenieure für Verbraucherschutz und -sicherheit unabdingbar, sagte Präsident Hubertus Milke am Donnerstag in Dresden. Das Plädoyer des Vereins Deutscher Ingenieure (VDI) und der Landesrektorenkonferenz gegen einen festen Anteil der sogenannten MINT-Fächer indes folge dem Prinzip „Masse statt Klasse“.

Nach dem Gesetzentwurf ist weiter mindestens ein Bachelor-Abschluss nötig, bei dem 80 Prozent der Ausbildung in MINT-Fächern erfolgen muss, um die Berufsbezeichnung zu führen. „Wo Ingenieur draufsteht, muss auch Ingenieur drin sein“, betonte Milke. Ein Absenken des Anforderungsprofils wegen drohenden Fachkräftemangels würde einen Imageverlust für Sachsen bedeuten. Dieser lasse sich nicht mit massenhaft „Ingenieuren“ bekämpfen, deren technische Kenntnisse nicht ausreichten, widersprach er dem Argument von Landesrektorenkonferenz und VDI.

Landesweit gibt es nach Kammerangaben aktuell 110.000 Ingenieure. Das sind 5,7 Prozent aller Beschäftigten – Spitzenwert in Deutschland. Pro Jahr gehen bis zu 3000 in den Ruhestand, der Bedarf liegt bei bis zu 5000 – mit steigender Tendenz. Da jährlich zwischen 5500 und 6000 Ingenieurstudenten den Abschluss machen, könne der Freistaat seinen Bedarf theoretisch gerade so decken, sagte ein Kammersprecher. Aber bis zu 40 Prozent der Absolventen wandern ab. So fehlen bereits Ingenieure, vor allem in Elektro- und Informationstechnik, Maschinen- und Anlagenbau, rohstoffverarbeitender Industrie und Baubranche.

LVZ

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