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Kein weißer Fleck mehr - Internet im Auto für jedermann geplant

Kein weißer Fleck mehr - Internet im Auto für jedermann geplant

Während des Autofahrens eine E-Mail beantworten oder sich das gerade gehörte Lied an der roten Ampel kaufen. So soll die Zukunft des Autofahrens aussehen, wenn es nach der Deutschen Telekom und dem Zulieferer Continental geht.

Leipzig. Dazu stellten die Unternehmen am Mittwoch in Leipzig ein Konzeptauto vor, das mit dem sogenannten AutolinQ-System fährt.

"Das Auto ist der letzte weiße Fleck auf der digitalen Landkarte. Das wollen wir mit dem System ändern", erklärt Dirk Stirnberg von der Deutschen Telekom. Denn im Grunde widersprechen sich Autofahren und Internetbedienung. Die Zusammenarbeit mit Continental kam zustande, weil die Firma bereits seit Jahrzehnten Bediensysteme für Autos baut und somit ein erfahrener Partner mit im Boot sitzt.

Ganz neu ist die Vision eines komplett vernetzten, intelligenten Autos allerdings nicht. Bereits aktuelle Modelle der Oberklasse sind mit dem Internet verbunden. Auch Musik kann von einem tragbaren MP3-Player auf das Auto übertragen werden. "Neu ist aber, dass der Nutzer selbst den Inhalt dieser Features bestimmen kann", entgegnet Jörg Lützner, der bei Continental für das Projekt verantwortlich ist. Bisher bestimmen die Autohersteller, wann eine Aktualisierung der Software erfolgen kann. Außerdem soll jedes Auto den Internetzugang erhalten.

Mit dem AutolinQ-System kann sich der Fahrer per Spracherkennung E-Mails vorlesen lassen und die Antwort diktieren. "Der Vorteil ist, dass beide Hände am Lenkrad bleiben und die Fahrsicherheit gewährleistet ist", so Lützner. Denn sobald die Bedienung per Hand erfolgen muss, erhöhe sich die Unfallgefahr um das 23-Fache. Auch Nachrichten kann sich der Autofahrer von morgen vorlesen lassen.

Gefährlicher als ein Navigationssystem oder ein Gespräch im Auto müsse die Spracherkennung laut Hansjörg Leser von der Berliner Unfallanalyse nicht sein. "Wenn ich zu sehr gefordert bin, kann ich ja mit dem Diktieren aufhören und auch auf die Stimme des Navigationsgerätes muss ich mich konzentrieren."

Konkrete Abnehmer gibt es für das System noch nicht. "Im Moment sind wir mit vielen Herstellern in Gesprächen, die sich im frühen bis mittleren Stadium befinden", so Stirnberg. Einen Preis für das total vernetzte System konnte er nicht nennen. "Die Kalkulation liegt bei den Autoherstellern. Aber es wird nicht so sein, dass es einen saftigen Aufpreis kostet." Viel mehr, fügte Lützner hinzu, werde es sich um eine kleinere Summe beim Kauf eines Radio-Navigationssystems handeln. In diesem wird sich das AutolinQ-System befinden.

Die Markteinführung ist in den kommenden zwei bis drei Jahren geplant. Der Wagen wird dann über eine Flatrate permanent mit dem Internet verbunden sein. "Es ist vorstellbar, dass ich beim Kauf eine Flatrate für drei Jahre bezahle", denkt Stirnberg laut nach. Bis dahin ist für die Entwickler noch einiges zu tun, denn es ist nicht klar, welchen Schutz es im Diebstahlfall gibt. "Wir können die SIM-Karte im Auto sperren und dann sind alle Daten geschützt", versucht Stirnberg zu beruhigen. Doch was, wenn der Besitzer das Fehlen seines Wagens nicht sofort bemerkt? Diese Frage rief bei den Beteiligten Ratlosigkeit hervor.

Reik Anton

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