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Keine Tarifeinigung für Sicherheitskräfte – Verhandlungen auf Dezember vertagt

Flughäfen Leipzig/Halle, Dresden und Erfurt Keine Tarifeinigung für Sicherheitskräfte – Verhandlungen auf Dezember vertagt

In der Tarifrunde für die Sicherheitsleute an den mitteldeutschen Flughäfen beißt Verdi bei den Arbeitgebern auf Granit. Bei der ersten Tarifrunde am Mittwoch in Leipzig blieben beide Seiten meilenweit voneinander entfernt. Im Dezember soll jetzt nach einem Kompromiss gesucht werden.

2013 hatten die Sicherheitsleute in Leipzig/Halle für mehr Geld gestreikt (Archivbild).

Quelle: dpa

Leipzig. Die erste Tarifrunde für die 420 Sicherheitskräfte an den Flughäfen in Sachsen und Thüringen hat sich am Mittwoch nach drei Stunden ohne Ergebnis vertagt. Bei dem Gespräch im NH-Hotel an der Leipziger Messe legte der Fachverband Aviation im Bundesverband der Sicherheitswirtschaft (BDSW), der die Arbeitgeberseite vertritt, erstmals ein Angebot vor: 5,5 Prozent Plus ab 1. Januar 2017 und noch einmal 4,5 Prozent ein Jahr später.

Der Gewerkschaft Verdi ist das zu wenig. „Das reicht nicht“, sagte Verdi-Verhandlungsführerin Christel Tempel der LVZ. Angesichts von Stundenlöhne von 10 beziehungsweise 13 Euro wäre die Erhöhung viel zu niedrig, um je zum Westen aufzuschließen. „Das Angebot muss mindestens im zweistelligen Bereich liegen.“

Verdi fordert pauschal fünf Euro mehr pro Stunde, was einem Plus von bis 50 Prozent entspräche. Bei dem Angebot der Arbeitgeber dagegen hätten die Mitarbeiter nach zwei Jahren nur 1,02 bis 1,33 Euro mehr Stundenlohn, rechnet Tempel vor.

Arbeitgeber fordern Mäßigung

Der Arbeitgeberseite ist das deutlich zu viel. „Wir hoffen, dass die Gewerkschaft ihre Forderungen in diesen Verhandlungen realistisch überdenkt“, sagte Rainer Friebertshäuser, Leiter der Tarifkommission des BDSW-Fachverbandes Aviation. Beide Seiten gaben sich jetzt fünf Woche Bedenkzeit, um ihre Positionen zu überdenken. Am 13. Dezember wird dann weiterverhandelt.

„Uns ist bewusst, dass die Forderungen hoch sind“, sagte Verdi-Verhandlungsführerin Christel Tempel. „Das ist provokant. Aber wir können nur in großen Schritten an das durchschnittliche Niveau der anderen Flughäfen herankommen.“

Streiks vorerst ausgeschlossen

Nirgendwo sonst werde bei der Flughafensicherheit so schlecht bezahlt wie in Sachsen und Thüringen, kritisierte die Verdi-Frau. Derzeit liegen die Stundenlöhne bei 10 Euro für Frachtkontrolleure und 13 Euro für die Mitarbeiter der Passagierkontrolle. In Nordrhein-Westfalen sind es bereits jetzt 11,75 bis 16 Euro, in Berlin 12,10 bis 16,10 Euro. Und in beiden Ländern wird derzeit ebenfalls über eine Erhöhung ab 2017 geredet.

„Da müssen wir jetzt den Anschluss schaffen“, so Tempel. Betroffen sind insgesamt 420 Flughafen-Kontrolleure in Leipzig/Halle (230), Dresden (150) und Erfurt (40). Sie arbeiten vor allem für die Firmen Securitas und Kötter, die in Sachsen und Thüringen im Auftrag der Flughäfen die Sicherheitskontrollen durchführen. Hinzu kommen noch einige Kollegen in Magdeburg-Cochstedt, wo trotz ruhenden Flugbetriebes noch Sicherheitsmitarbeiter am Ort sind.

Die Tarifrunde hatte am Vormittag um 9.30 Uhr begonnen und gibt bis 12.30 Uhr. Streiks wie zuletzt 2013 in Leipzig/Halle wird es trotz der fehlenden Annäherung zunächst nicht geben. Noch bis Ende des Jahres besteht Friedenspflicht. 2013 hatte Verdi nach mehreren Warnstreiks ein kräftiges Plus durchgesetzt. Damals hatte der Stundenlohn in der untersten Lohngruppe noch bei 7,54 Euro gelegen. Heute sind es 10 Euro.

Von Frank Johannsen

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