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Konzernumbau: Stadtwerke-Chefs gehen leer aus

Konzernumbau: Stadtwerke-Chefs gehen leer aus

Beim Umbau der Führungsspitze des Stadtkonzerns Leipziger Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft (LVV) scheint das Management der Energie-Tochter als einziges auf der Strecke zu bleiben.

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Bilanz-Pressekonferenz: Mathias Leutert (KWL-Geschäftsführer), Ulf Middelberg (LVB-Geschäftsführer), Thomas Prauße (SWL-Geschäftsführer), OBM Burkhard Jung, Josef Rahmen (LVV-Geschäftsführer) und LVV-Sprecher Frank Viereckl (v.l. Archivbild)

Quelle: Wolfgang Zeyen

Leipzig. Weder Technik-Geschäftsführer Thomas Prauße noch der kaufmännische Geschäftsführer der Stadtwerke Raimund Otto sind im Rathaus dafür vorgesehen, im kommenden Jahr in die Konzernspitze aufzurücken.

In einer internen Sitzung des Verwaltungsausschusses des Stadtrates hat Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD) jetzt nach übereinstimmenden Aussagen von Teilnehmern durchblicken lassen, er halte beide Manager für ungeeignet, einen Posten in der Konzernführung zu übernehmen. Auslöser ist offenbar ein langanhaltendes Zerwürfnis zwischen den beiden Firmenlenkern.

Wie berichtet, soll die stadteigene LVV, unter deren Dach Stadtwerke, Wasserwerke und Verkehrsbetriebe firmieren, spätestens ab 1. April 2014 eine neue Geschäftsführung bekommen. Hintergrund: Ende März 2014 laufen die Verträge der beiden derzeitigen LVV-Chefs Josef Rahmen (geht in Ruhestand) und Volkmar Müller aus. Die Leitung des Konzerns (2011: 5083 Mitarbeiter) würden sich nach den Plänen künftig drei Geschäftsführer teilen, wobei jeder von ihnen nebenamtlich auch der Geschäftsführung jeweils einer der drei Tochtergesellschaften angehört.

Nach den Vorstellungen des Rathauses würde Volkmar Müller, der erst im vorigen Jahr von den Wasserwerken in die LVV-Führung aufgestiegen war, eine Vertragsverlängerung bekommen und dann nebenamtlich an der Seite von Ulrich Meyer den Wasserversorger leiten.

Verkehrsbetriebe-Chef Ulf Middelberg soll die Verkehrssparte in der LVV-Spitze repräsentieren. Roland Juhrs und Sabine Groner-Weber bleiben hauptamtliche Geschäftsführer der Verkehrsbetriebe.

Für die beiden Stadtwerke-Manager hätte die Vergabe der Energiesparte in der LVV-Führung an einen externen Kandidaten weitreichende Folgen. Da nicht vorgesehen ist, einen zusätzlichen dritten Geschäftsführer zu installieren, dürfte einer von beiden seinen Job verlieren. Der Vertrag von Prauße läuft noch bis Ende August 2014. Über eine mögliche Verlängerung müsste der Personalausschuss der Stadtwerke regulär noch in diesem Sommer eine Entscheidung fällen.

Otto, der Millionen-Flops wie das Kraftwerksprojekt im thüringischen Bad Köstritz und die Start-up-Sparte Innvo Innovationsgesellschaft verantwortet, ist dagegen noch bis Ende März 2015 auf seinem Posten. Bei ihm stehen Verhandlungen über eine Vertragsverlängerung erst im Frühjahr 2014 an. Nach LVZ-Informationen wurde die Personalie Prauße in der vorigen Woche allerdings vertagt. Dem Vernehmen nach soll auch über seine Zukunft bei den Stadtwerken erst im nächsten Frühjahr entschieden werden.

Mit der Änderung der LVV-Führungsstruktur will die Stadt eine einheitliche Konzernleitung sicherstellen, die drei Tochterunternehmen besser als bisher miteinander verzahnen und so die finanzielle Leistungs- und Investitionsfähigkeit des Konzerns auch für künftige Zeiten sichern.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 04.07.2013

Klaus Staeubert

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