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LWB startet Bau von Firmenzentrale am Wintergartenhochhaus in Leipzig

LWB startet Bau von Firmenzentrale am Wintergartenhochhaus in Leipzig

Die Leipziger Wohnungs- und Baugesellschaft (LWB) macht jetzt Ernst mit ihrem Plan, neben dem Wintergartenhochhaus einen neuen Firmensitz zu errichten. Die Westseite des City-Rings wird dadurch zum Schaufenster der großen kommunalen Unternehmen.

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Der Georgiring entwickelt sich zur Meile der Stadtfirmen.

Quelle: GoogleGrafik Patrick Moye

Leipzig. Die Konzentration am Georgiring und Augustusplatz ist kein Zufall. Auf gut 5000 Beschäftigte bringt es der Leipziger Stadtkonzern LVV. Er ist damit der viertgrößte Arbeitgeber in ganz Mitteldeutschland - nach Rewe, Edeka und der Volkswagen Sachsen GmbH.

Als langfristige Mietverträge ausliefen, nutzten dies die großen LVV-Töchter: Die Leipziger Verkehrsbetriebe (LVB) und die Stadtwerke Leipzig (SWL), um mit ihren Verwaltungen näher zusammenzurücken. Zugleich konnten sie am neuen Standort günstigere Konditionen aushandeln als bisher. Allein die LVB sparen durch den 2013 vollzogenen Wechsel in ein früheres Bankgebäude am Georgiring etwa 200 000 Euro pro Jahr. Die Stadtwerke bezeichneten es als "wirtschaftlichste Variante", ihre Zentrale im April 2014 ins Europahaus zu verlegen - dem zweitältesten Hochhaus Leipzigs. Errichtet wurde es 1928/29 als optisches Gegengewicht zur Nummer 1: dem Krochhochhaus.

Da die LVV mitsamt ihrer dritten Tochter - den Kommunalen Wasserwerken (KWL) - immer mehr zum einheitlichen Konzern verschmelzen will, gibt es im Management sogar Ideen, irgendwann einen gemeinsamen Sitz zu schaffen. Das dürfte aber noch Jahre dauern.

Leipzigs größter Vermieter LWB ist ebenfalls ein städtisches Unternehmen, gehört aber nicht zur LVV. Die 430 Mitarbeiter betreuen 35 500 Wohnungen. Auf dem Areal neben dem Wintergartenhochhaus (das der LWB gehört) kündigt sich die Baustelle schon an, Bäume wurden entfernt, Kabel verlegt, Container aufgestellt. "In den nächsten Tagen - sobald alle Genehmigungen vorliegen - geht der Bau unseres neuen Firmensitzes mit den Erdarbeiten richtig los", erläutert Unternehmenssprecherin Samira Sachse. Zuerst würden dann Archäologen das Gelände erkunden. Bis in die späten Sechziger des vergangenen Jahrhunderts standen dort die Reste des kriegsbeschädigten "Hotel Rom". Im Zuge des Hochhausbaus (1970 bis 1972) folgten dann eine Kaufhalle, Restaurant und Mokka-Milchbar, die alle 2004 wieder abgerissen wurden

Bis Herbst 2015 soll nun ein siebengeschossiges Bürohaus fertig sein, das laut den Architekten vom Hamburger Büro Schaltraum auf Extravaganz verzichtet, stattdessen auf Nachhaltigkeit und flexible Nutzungen der Räume setzt.An der Wintergartenstraße planen sie im Erdgeschoss einen Einschnitt, der als überdachter Weg für die Fußgänger neben der Straßenbahntrasse dient. Der Neubau zählt an der Innenseite nur drei Geschosse und einen grünen Hof, damit genug Licht für die Mieter im Hochhaus bleibt. Später sollen im hinteren Teil des Grundstücks noch zwei kleinere Wohngebäude entstehen. Schon jetzt wird deshalb die Tiefgarage deutlich größer angelegt als die Bürohaus-Grundfläche ist. Dies diene der Wirtschaftlichkeit, so Sachse, die als Investitionssumme für den Firmensitz samt der Tiefgarage 19,1 Millionen Euro angibt. Vor Beginn der Detailplanung Ende 2012 waren 17 Millionen Euro geschätzt worden. Der Neubau sei wirtschaftlich aber immer noch günstiger als ein Verbleib im alten Mietobjekt an der Prager Straße 21. Sachse: "Wir sind dort für unsere Mieter auch besser erreichbar und betreiben ein Stück Stadtreparatur am Eingang zum Graphischen Viertel."

Die Sprecherin betont, dass die LWB 2014 allein 29 Millionen Euro für Sanierungen, Modernisierungen und Instandsetzungen von Wohnungen ausgeben wird. So könnten im Frühjahr die ersten Mieter in 50 frisch hergerichtete Quartiere in der Saalfelder Straße 19-27 einziehen - bei im Schnitt 4,70 Euro Kaltmiete. Im Kreuzstraßenviertel werden von April bis Oktober 160 weitere Wohnungen energetisch saniert. Und im Dunckerviertel startet im Sommer der vorletzte Bauabschnitt mit 50 Wohnungen an der Morgensternstraße - nah am Lindenauer Hafen.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 18.01.2014

Jens Rometsch

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