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Landwirte befürchten aufgrund der Trockenheit schlechte Erträge bei Raps

Landwirte befürchten aufgrund der Trockenheit schlechte Erträge bei Raps

Späte Aussaat, Fröste im Frühjahr und nun auch noch die lange Trockenheit: Beim Raps müssen sich die Thüringer Bauern auf eine mäßige Ernte gefasst machen.

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Die Bauern fürchten aufgrund der Trockenheit um ihre Raps-Ernte.

Quelle: dpa

Pfiffelbach. Sie könnten froh sein, wenn Erträge von mehr als 30 Dezitonnen pro Hektar eingefahren werden, sagte Torsten Graf, Referatsleiter bei der Landesanstalt für Landwirtschaft, der Nachrichtenagentur dpa. „Das wird schwer werden.“ Beim Thüringer Rapstag berieten Experten am Mittwoch in Pfiffelbach bei Weimar über Züchtungsergebnisse und den Pflanzenschutz.

Schon die Aussaat von Winterraps stand im vorigen Jahr unter keinem guten Stern. Durch den verregneten August konnte er vielerorts erst relativ spät in den Boden gebracht werden. Bis zum zeitigen Wintereinbruch waren die Pflänzchen daher noch nicht all zu kräftig entwickelt. Im Frühjahr setzte dann teils nächtlicher Frost den Pflanzen zu, die dann auch noch unter der langen Trockenheit zu leiden hatten. Einige Bauern hatten wegen der schlechten Entwicklung der Pflanzen im Frühjahr ihre Felder für eine Neuaussaat umgebrochen. Graf schätzt, dass dies bis zu 8000 Hektar betrifft. Im Herbst waren gut 118 000 Hektar Rapsfläche gemeldet worden.

„Seit dem Frühjahr fehlt uns der Regen“, erklärte Graf. Laut Deutschem Wetterdienst war der Frühling in Thüringen so trocken wie noch nie seit Beginn der offiziellen Aufzeichnungen. Für die Monate März bis Mai wurden 76 Liter Niederschlag pro Quadratmeter gemessen, der langjährige Durchschnitt liege bei 176 Litern. Hinzu komme, dass der wenige Regen regional unterschiedlich verteilt war, so dass das Bild auf den Thüringer Rapsfeldern derzeit sehr unterschiedlich sei, erläuterte Graf. „Der Raps kann normalerweise viel kompensieren. Wir hoffen, dass jetzt, wo der Raps die Schoten ausbildet und Ertrag machen kann, richtig Wasser kommt.“ Nötig sei ein schöner Landregen.

Doch dem sonnigen Frühjahr kann der Experte auch Gutes für den Raps abgewinnen. So habe es eine lange Blütezeit gegeben, und mit dem Rapsglanzkäfer, einem Schädling, gebe es bisher keine Probleme. Der Ertrag ist letztlich auch von der Witterung in den kommenden Wochen bis zur Ernte abhängig. Im vorigen Jahr hatten die Thüringer Bauern nach früheren Angaben des Statistischen Landesamtes im Schnitt 38 Dezitonnen je Hektar geerntet. Der Raps wird für die Herstellung von Speiseölen und -fetten ebenso verwendet wie zur Produktion von Kraftstoffen wie Biodiesel.

dpa

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