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Leipzig für Unternehmen immer attraktiver

Leipzig für Unternehmen immer attraktiver

Leipzig ist für expandierende Unternehmen interessanter geworden. Dies belegt eine Analyse zur Standortzufriedenheit, die die Industrie- und Handelskammer zu Leipzig (IHK) mit Partnern erstellt hat.

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Quelle: Volkmar Heinz

Für die Untersuchung wurden im Jahr 2014 insgesamt 1309 Unternehmen aus den Regionen Leipzig und Halle gebeten, ihre Stadt zu bewerten. Die Antworten der befragten Leipziger wurden mit einer ähnlichen Studie verglichen, die im Jahr 2009 durchgeführt worden war.

Die neue Analyse ergab, dass die hiesigen Unternehmer 32 der insgesamt36 untersuchten Standortfaktoren in Leipzig besser bewerten als dies durchschnittlich in den anderen Kommunen der Regionen Leipzig und Halle geschieht. Mit drei Standortfaktoren sind die Firmen in der Messestadt sogar "sehr zufrieden": mit den "Naherholungsmöglichkeiten", der "regionalen und überregionalen Verkehrsanbindung" sowie dem "Image der Stadt".

Insbesondere bei letzterem Standortfaktor ist die positive Abweichung vom Durchschnitt besonders hoch. Gute Bewertungen erhalten auch die Fak-toren "Einkaufsmöglichkeiten", "Versorgungssicherheit bei Energie", "Freizeit-, Kultur- und Sportmöglichkeiten" sowie "Angebote des öffentlichen Nahverkehrs".

Am unzufriedensten sind Leipzigs Unternehmer dagegen mit dem Aspekt "Höhe der Grund- und Gewerbesteuer". Hier liegt die Zufriedenheit unter dem mitteldeutschen Durchschnitt. Am Ende der Zufriedenheitsskala liegen noch andere kostenrelevante Faktoren wie die "Höhe der Strom- und Gaspreise" und die "Gebühren für Wasser- und Abwasser".

Eher weniger zufrieden sind die Unternehmen in Leipzig mit der "Verfügbarkeit von Facharbeitern und Auszubildenden" sowie der "Ausbildungsreife der Schulabgänger". Genau im Grenzbereich der Bewertung zwischen "eher zufrieden" und "eher unzufrieden" liegt der Standortfaktor "Angebote zur Kinderbetreuung". Diese Bewertung liegt nicht nur deutlich unter dem Durchschnitt, sie stellt sogar die schlechteste Bewertung für diesen Standortfaktor unter allen 26 untersuchten Städten dar; unter ihnen Halle, Wittenberg, Eisleben, Merseburg, Weißenfels, Schkeuditz und Markkleeberg. Weitere unter der Durchschnittsbewertung liegende Aspekte sind die "Verfügbarkeit von Parkplätzen/Anlieferzonen" sowie die "allgemeine Sicherheit, Ordnung und Sauberkeit".

Ein Vergleich zu den Befragungsergebnissen von 2009 ist für insgesamt 27 der 36 Standortfaktoren möglich. Auch dabei fallen mehrere größere Verschiebungen in der Zufriedenheitsrangfolge auf: Zu den größten Gewinnern zählen das "Image der Gemeinde" (von Rang 11 auf Platz 3), die "Erreichbarkeit der öffentlichen Verwaltung für Unternehmen" (von Rang 15 auf Platz 11), die "Medizinische Versorgung" (von Rang 10 auf Platz 6), die "Bearbeitungsdauer von Anträgen und Genehmigungsverfahren" (von Rang 21 auf Platz 18) sowie die "Umweltqualität" (von Rang 9 auf Platz 6).

Dagegen sind die Verlierer im Vergleich zu 2009 die offenbar noch immer unzureichende "Breitbandanbindung/High-Speed-Internet" in Teilen des Stadtgebietes (von Rang 4 auf Platz 14), die "Angebote zur Kinderbetreuung" (von Rang 17 auf Platz 22), die "Verfügbarkeit von Gewerbeflächen/-immobilien" (von Rang 5 auf Platz 10), die "Verfügbarkeit von Facharbeitern/Meistern" (von Rang 20 auf Platz 23) sowie die "Einkaufmöglichkeiten vor Ort" (von Rang 1 auf Platz 4).

"Die Analyse gibt der Kommunalpolitik Anhaltspunkte, um Defizite zu beseitigen und sich im Standortwettbewerb besser aufzustellen", betont IHK-Präsident Wolfgang Topf. Um herauszuarbeiten, welcher Handlungsbedarf für Leipzigs Stadtverwaltung besteht und welche wirtschaftspolitischen Erwartungen die Firmen haben, organisiert die IHK einen kommunalpolitischen Abend im Zeitgeschichtlichen Forum, Grimmaische Straße 6. Die Diskussion ist dort für den 30. März ab 18 Uhr vorgesehen. Eingeladen sind neben Unternehmern vor allem die Mitglieder des Stadtrates, insbesondere die Fraktionsvorsitzenden aller Parteien. Moderieren wird Björn Meine, der Leiter der LVZ-Lokalredaktion Leipzig.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 18.03.2015

Tappert, Andreas

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