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Leipzig will Erfurter VNG-Anteile übernehmen - Kaufpreis soll überprüft werden

Leipzig will Erfurter VNG-Anteile übernehmen - Kaufpreis soll überprüft werden

Nach dem Ausstieg der Stadt Erfurt bei Deutschlands drittgrößtem Gasimporteur VNG will Leipzig deren Anteile übernehmen. Die kommunale Dachgesellschaft LVV werde in den kommenden Tagen erklären, dass sie von ihrem Vorkaufsrecht Gebrauch machen wird, teilte die LVV mit.

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Nach dem Ausstieg der Stadt Erfurt bei Deutschlands drittgrößtem Gasimporteur VNG will Leipzig deren Anteile übernehmen. (Archivfoto)

Quelle: Norman Rembarz

Leipzig. Erfurt gehörte bisher zum Kreis der Kommunen, die ihre Anteile in der VNG Verwaltungs- und Beteiligungsgesellschaft (VUB) gebündelt und zur Sperrminorität von 25,79 Prozent zusammengelegt haben. Laut Vertrag müsse Erfurt seine Anteile für eine sogenannte Andienungsfrist den anderen kommunalen Anteilseignern anbieten, sagte ein Stadtsprecher. Diese Frist ende am 13. November.

In der VUB sind noch Annaberg-Buchholz, Chemnitz, Dresden, Hoyerswerda, Leipzig, Lutherstadt Wittenberg, Neubrandenburg, Nordhausen und Rostock. Die LVV akzeptiere den vorgeschlagenen Kaufpreis ausdrücklich nicht, teilte das kommunale Unternehmen mit. Der Verkehrswert müsse durch einen Wirtschaftsprüfer festgestellt werden. Die Stadt Erfurt erhofft sich etwa 80 Millionen Euro, mit denen sie unter anderem finanzielle Risiken bei der Bundesgartenschau Erfurt 2021 absichern will.

Mit der Bekanntgabe der Übernahmeabsichten spielt Leipzig auf Zeit und sichert die Möglichkeit des Aktienkaufs auch über das Ende der Andienungsfrist hinaus, bis das Wertgutachten vorliegt. In dieser Zeit könnten Finanzierungsmöglichkeiten für den Aktienkauf gefunden werden, sagte der Sprecher. Denkbar sei auch, dass womöglich eine andere Kommune zur VUB ins Boot komme.

Ihre Sperrminorität sichert den Kommunen Einfluss auf die Unternehmensentwicklung. Der VNG-Konzern hat seinen Hauptsitz in Leipzig. Dass das auch künftig so bleibt, daran hat Leipzig hohes Interesse. Neben Gewinnausschüttungen profitiert die Kommune zusätzlich von den Gewerbesteuern.

Größter Anteilseigner ist das Oldenburger Energieunternehmen EWE mit 47,9 Prozent. Nach Jena und Halle ist Erfurt die dritte Kommune, die aus der VNG-Beteiligung aussteigt. Die Anteile von Jena und Halle hatten die anderen kommunalen Anteilseigner übernommen. Damals hatte EWE versucht, über den Kauf der Jena-Anteile die Mehrheit an der VNG zu bekommen.

dpa

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