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Leipziger IT-Neuzugang Softline drängt nach Europa

Leipziger IT-Neuzugang Softline drängt nach Europa

Der 2010 nach Leipzig gezogene IT-Dienstleister Softline will europaweit expandieren. Seit vergangenem Herbst habe das Unternehmen Tochterfirmen in Frankreich, Belgien, den Niederlanden und Norwegen gegründet oder Firmen aufgekauft, sagte Vorstand Christoph Harvey.

Leipzig. „Viele unserer Partner sitzen im Ausland, wir wollen ein europäisches Unternehmen für unsere Kunden sein." Kerngeschäft von Softline Solutions sind Consulting, Beratung und Service. Das europäische Netz werde auf jeden Fall noch erweitert, sagte Harvey.

Nach der Aufbauphase 2010 soll 2011 wieder zugelegt werden. „Wichtig ist, dass 2011 für die Gruppe profitabel läuft", sagte Harvey. Konkrete Angaben über Ziele wollte er aber noch nicht machen. Die Zahl der Mitarbeiter in Leipzig soll von derzeit 65 auf 100 am Jahresende steigen - „bei entsprechender Marktentwicklung".

Die Softline AG wurde 1983 gegründet und hat im vorigen Jahr ihren Hauptsitz von München nach Leipzig verlegt. Sie ist die Holding für die ausländischen Töchter, die Softline Solutions und die Prometheus. Softline gehörte laut Harvey in den 1990er-Jahren zu den fünf bekanntesten IT-Firmen in Deutschland. Zu Zeiten des Neuen-Markt-Hypes ging das Unternehmen 2000 an die Börse und begann, Verluste zu machen - bis zu elf Millionen Euro, wie Harvey sagte. Verschluckt hatte sich Softline unter anderem an Firmenzukäufen. Anders als damals setze man bei der aktuellen Expansion auf Konsolidierung, sagte Harvey. Der Aktienkurs pendelt momentan um die zwei Euro.

2010 war der ehemalige Chef und Gründer des sächsischen IT-Flaggschiffs PC-Ware, Knut Löschke, bei Softline eingestiegen. Er half, das Unternehmen umzubauen. Er besitzt etwa 13 Prozent der Anteile. Bei der Leipziger PC-Ware war 2008 die österreichische Raiffeisen Informatik eingestiegen. Nach Unstimmigkeiten über die strategische Ausrichtung hatte Löschke das Unternehmen verlassen und später auch seine Anteile verkauft. Die Österreicher haben mittlerweile das Unternehmen komplett übernommen und sind von der Börse gegangen.

Der Branchenverband Bitkom rechnet in diesem Jahr für den deutschen Markt mit weiterem Wachstum und prognostiziert ein Umsatzplus von 2 Prozent auf 145,5 Milliarden Euro. Seit die Konjunktur aufwärts zeigt, investiere die Wirtschaft wieder mehr in IT, heißt es. Laut Verband ist die Branche nach dem Maschinenbau der zweitgrößte industrielle Arbeitgeber in Deutschland. Für dieses Jahr wird mit einem Zuwachs von 10.000 Stellen auf 853.000 Beschäftigte gerechnet. In Sachsen rechnet das Wirtschaftsministerium der Sparte insgesamt 1500 Unternehmen mit 43.000 Beschäftigten zu.

dpa

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