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Leipziger Messe Z: Zulieferer setzen auf Erfindergeist

Leipziger Messe Z: Zulieferer setzen auf Erfindergeist

Das Auto der Zukunft wird effizienter, leichter und grüner. Die großen Konzerne wissen das. Produkte und Produktionsprozesse verändern sich. Davon betroffen sind ihre Zulieferer, die sich zurzeit auf der Leipziger Messe Z präsentieren.

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Zulieferer, wie die Firma von Michael Franzki, setzen auf eigene Erfindungen.

Quelle: Wolfgang Zeyen

Leipzig. Die bunten Stände lenken jedoch nicht von den Herausforderungen ab, vor denen die Branche steht.

90 Prozent der Produkte, die der ostsächsische Kunststoffverarbeiter Zeibina herstellt, werden an die Automobilindustrie zugeliefert. Doch bei dem Unternehmen aus Puschwitz geht die Angst um. "Wenn man abhängig ist von einer Branche und bemerkt, dass die Aufträge weniger werden, muss man etwas tun", sagt der Zeibina-Ingenieur Mario Hempel. Die konventionelle Glühlampe etwa sei so ein Produkt, das immer seltener den Weg in die Modelle der Automobilkonzerne findet. "Da bricht für uns ein ganzes Standbein weg", erklärt Hempel. Denn die neuen LED-Lampen sind energiesparender. Ein Trend den Zeibina erkannt hat. Durch eigene Innovationen will sich die sächsische Firma auf dem Markt positionieren und seine Abhängigkeit von den Automobilherstellern reduzieren. Eine eigene Entwicklungsabteilung erfand im vergangenen Jahr ein platzsparendes, leichtes LED-Konzept.

Eine beispielgebende Entwicklung, die für viele Zulieferer richtungsweisend sein kann. In den kommenden Jahren werden sich die Schwerpunkte in der Branche verschieben. Die Kerntechnologien in der Automobilindustrie stehen vor Veränderungen, bei den Zulieferern werden organisatorische und produzierende Strukturen umgebaut, Mitarbeiter müssen gänzlich neue Anforderungen erfüllen und neue Geschäftsmodelle werden entstehen.

Wer genau hinhört, spürt auf der Messe Z, die noch bis heute besucht werden kann, den Wandel. "Die Zulieferer stehen vor großen Herausforderungen", sagt auch der ehemalige Geschäftsführer des Netzwerks Automotive Cluster Ostdeutschland (ACOD), Dietmar Bacher. Das Bündnis hat sich die nachhaltige Entwicklung der Automobilindustrie im Osten Deutschland zum Ziel gesetzt. "Gefragt ist eine Kooperation der vielen kleinen, mittelständischen Unternehmen in Ostdeutschland", so Bacher. Klein und Mittelstand bedeutet für Bacher gleichzeitig, dass diese Unternehmen zügig auf Entwicklungen reagieren können. So sei auch das Eintreten in die internationale Wertschöpfungskette für viele Firmen das Ziel. Dafür sei es beispielsweise wichtig, dass Produktionsstätten auch ins Ausland verlagert würden.

In die Region um die russische Stadt St. Petersburg etwa, die mit einem Stand auf der Messe um Aufmerksamkeit wirbt. Als Sachsens Wirtschaftsminister Sven Morlok (FDP) dort gestern bei seinem Messerundgang Halt macht, versammeln sich die russischen Vertreter um ihn. Alexander Parshukov zum Beispiel, der aufgeregt erzählt, welche Vorzüge sächsische Unternehmen bei einer Ansiedlung im neu entstandenen Industriepark hätten. Morlok: "Mir ist bekannt, dass es Bestrebungen gibt, dort Unternehmen anzusiedeln. Aber besser wäre es, sie sprechen die Firmen direkt an", so der Wirtschaftsminister.

Zukunft ist in der Zuliefererbranche der Trend. Für richtungsweisende Erfindungen vergibt die Messe den Innovationspreis. Preisträger ist in diesem Jahr auch das Unternehmen Hohenstein aus der Nähe von Chemnitz. Mit einer neu entwickelte Spannvorrichtung fällt das Bearbeiten von Werkstoffen leichter. Zudem kann die Vorrichtung ohne großen Aufwand auf anderen Werkzeugmaschinen verschiedener Hersteller eingesetzt werden. "Der Preis ist eine große Anerkennung für unsere fünfjährige Entwicklungsarbeit", freut sich Geschäftsführer Michael Franzki. Nur drei von 125 Mitarbeitern der Firma arbeiten in der Entwicklungsabteilung. Auch das soll sich künftig ändern.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 28.02.2013

Dominik Bath

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