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Leipziger Minol-Pirol bekommt Geschwister - neue Tankstellen eröffnet

Leipziger Minol-Pirol bekommt Geschwister - neue Tankstellen eröffnet

Knapp zehn Jahre lang konnte sich Leipzig rühmen, die einzige Minol-Tankstelle auf der ganzen Welt zu besitzen. Doch damit ist es nun vorbei, räumt der Betreiber Peter Karrow ein.

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Die Minol-Tankstelle in der Lützner Straße in Leipzig.

Quelle: André Kempner

Leipzig. Der 57-Jährige ist darüber gar nicht traurig. Er freut sich sogar, dass die französische Mineralölgesellschaft Total nun weitere Minol-Stationen eröffnet hat: in Zwickau, in Heidenau und Zeitz, selbst in Pleidelsheim in Baden-Württemberg. "Unser Minol-Pirol findet Geschwister sicher gut", lacht Karrow. "Außerdem kann ich die Journalisten, die andauernd bei uns anfragten, in Zukunft auch zu den Kollegen schicken. Das spart schon viel Zeit."

In der verblichenen DDR flatterte der Werbevogel an mehr als 1300 Tankstellen. Wer seinem Trabi Super-Gemisch zum Einheitspreis von 1,65 Mark pro Liter einflößen wollte, kam am staatlichen Kraft- und Schmierstoffbetrieb nicht vorbei. Dazu gab es Werbung bei den "TausendTeleTipps" im Fernsehen: "Stets dienstbereit zu Ihrem Wohl ist immer Ihr Minol-Pirol."

Karrow hat diesen Spruch bis heute in Ehren gehalten. An seiner Tankstelle in der Lützner Straße weist das freche Flügeltier überdimensional auf die etwas versteckt liegende Waschstraße sowie den Servicepunkt für Reifenluft und Staubsauger hin. "Wir haben das Maskottchen auch für 10,95 Euro im Shop", erzählt er stolz. Nur den Lila-Overall von Anfang der Neunziger, als Minol seine Farben Rot und Gelb aufgab, um nicht mit Shell ins Gehege zu kommen, streift er nur noch selten über. Schließlich müsse das gute Stück geschont werden.

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Peter Karrow mit Minol-Pirol.

Quelle: dpa

Bei Minol fing er 1976 an. Die meisten historischen Stücke seiner Station sind längst im Tankstellenmuseum Borsdorf (www.ts-museum.de) ausgestellt, das Total-Verkaufsleiter Frank Altner ehrenamtlich betreibt. 1998 schloss Elf die letzte Minol-Oase. Erst nach der Fusion zur neuen Total besann man sich 2004 der traditionsreichen Ost-Marke, richtete wieder drei Minol-Tankstellen ein, wobei nur die in Lindenau wirtschaftlich überlebte.

"Minol gehört zu unserem Erbe", sagt Total-Sprecher Burkhard Reuss. Um das glaubhaft nach außen zu dokumentieren und die Markenrechte nicht zu verlieren, seien 2013 wieder einige Stationen hinzugekommen. Dass es die in Leipzig weiterhin gibt, liege vor allem an der hier besonders treuen Stammkundschaft, meint Karrow. "Ohne sie hätten wir die Dauerbaustellen an der Lützner Straße in den letzten drei Jahren sicher nicht überlebt. Dafür können Sie denen echt mal Danke sagen!"

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 13.01.2014

Jens Rometsch

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