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Leipziger PC-Ware-Konzern droht Aderlass

Leipziger PC-Ware-Konzern droht Aderlass

Dem Konzern PC-Ware aus Leipzig laufen in der Schweiz die Mitarbeiter davon. Nach Informationen der "Leipziger Volkszeitung" hat nahezu die gesamte Belegschaft der Tochtergesellschaft Comparex gekündigt und will zum Unternehmen Bison wechseln.

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Der Standort der Firma PC-Ware im Gewerbegebiet Heiterblick in Leipzig.

Quelle: André Kempner

Leipzig. "Ich habe ihnen garantiert, dass ich sie zu gleichen Konditionen übernehme“, sagte Bison-Geschäftsführer Rudolf Fehlmann. Mindestens 180 der etwa 200 Comparex-Mitarbeiter wollten darauf eingehen. "Wer nicht gerade im Urlaub ist, hat bei Comparex gekündigt", sagte Fehlmann. Bison (45 Millionen Euro Umsatz, 340 Mitarbeiter) ist einer der größten Kunden der PC-Ware-Tochter und gleichzeitig Gesellschafter. Das Schweizer Software-Unternehmen hält 30 Prozent der Anteile. Die restlichen 70 Prozent gehören PC-Ware (890 Millionen Euro Umsatz, 1700 Mitarbeiter).

Der Vorstand des Leipziger Konzerns bestätigte der Zeitung, dass „wesentliche Teile der Belegschaft, einschließlich des Managements“ von Comparex gekündigt haben. Der Geschäftsbetrieb der Tochtergesellschaft sei trotzdem „bis auf Weiteres“ sichergestellt. Die Schweiz ist einer der wichtigsten Märkte für PC-Ware. Das Unternehmen erzielte dort bisher rund 50 Millionen Euro Umsatz im Jahr. Nur in den Benelux-Ländern und im Heimatmarkt Deutschland war es mehr. Mitte des vergangenen Jahres hatte der PC-Ware-Hauptgesellschafter, die Raiffeisen Informatik aus Wien, den Konzern-Vorstand ausgetauscht. Seitdem rumort es in der Belegschaft. Vor allem am Stammsitz in Leipzig befürchten Mitarbeiter weitere Entlassungen. Im Herbst hatte sich der Vorstand bereits von 170 Beschäftigten getrennt.

Fehlmann zufolge ist deshalb die Konzernleitung für die Kündigungswelle in der Schweiz verantwortlich. Das Management in Leipzig habe die Belegschaft der Tochtergesellschaft nicht ausreichend über seine Pläne für das Unternehmen informiert. Einige Mitarbeiter hätten deshalb schon in den vergangenen Tagen Comparex verlassen. „Ich war gezwungen, zu handeln“, sagte Fehlmann. „Wenn bei Comparex ein Exodus eintritt, haben die Kunden ein Problem.“ PC-Ware prüft dagegen rechtliche Schritte gegen Bison. Der Vorstand bezeichnete Fehlmanns Jobangebot als „unlauteres, geschäftsschädigendes Verhalten“.

Markus Werning

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