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Leipziger Siemens-Mitarbeiter protestieren gegen geplante Werks-Schließung

Leipziger Siemens-Mitarbeiter protestieren gegen geplante Werks-Schließung

Vor dem Schaltanlagen-Werk im Stadtteil Böhlitz-Ehrenberg haben am Montag 500 Mitarbeiter von Siemens und weiterer betroffener Betriebe gegen die geplante Werks-Schließung protestiert.

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Gewerkschafter und Beschäftigte von Siemens Leipzig protestieren gegen die Schließung.

Quelle: Wolfgang Zeyen

Leipzig. Mit Blick auf die geplante Werks-Schließung kündigte die Konzernbetriebsratsvorsitzende Bettina Haller Streiks an, falls sich Siemens nicht auf "ergebnisoffene Gespräche" einließe. Die IG-Metall arbeitet unterdessen weiter an einem Gegenkonzept.

Neben Gewerkschaftsvertretern und einer Unternehmensberatung unterstützt auch der ehemalige Werksleiter Wilke Lübben die Ausarbeitung eines Alternativplanes. "Wir freuen uns, dass er mit dabei ist. Wir werden der Konzernspitze aufzeigen, wie wir profitabel und zukunftsorientiert weiter arbeiten können", sagte der Betriebsratsvorsitzende Michael Hellriegel. Weitere Details wollte er noch nicht nennen.

Der Leipziger IG-Metall-Bevollmächtigte Bernd Kruppa lobte das Zeichen, das die Mitarbeiter mit ihrer Protest-aktion gesetzt hätten: "Wir haben uns geschlossen und entschlossen präsentiert." Die Konzernbetriebsratsvorsitzende Bettina Haller stellte Streiks in Aussicht, sollte Siemens die Schließung nicht überdenken. "Sie haben gesagt, dass sie ohne euch auskommen wollen. Wir müssen ihnen zeigen, was das bedeutet", sagte Haller zu den Protestierenden.

Leipzigs Wirtschaftsbürgermeister Uwe Albrecht (CDU) sagte, dass ein Miteinander von Politik, Wirtschaft und Gewerkschaften schon oft für ein Umdenken bei Unternehmen gesorgt habe. Zuletzt sei so etwa die Schließung des Leipziger Standorts der Nokia Siemens Networks im vergangenen Jahr verhindert worden.

Die IG Metall versprach, die Protestaktionen auszudehnen. Auch mit einer Unterschriftenliste solle der Siemens-Vorstand überzeugt werden, die geplante Schließung zurückzunehmen. Weil der Konzern die Schaltanlagen-Produktion von Leipzig nach Portugal verlagern will, droht fast 900 Menschen der Verlust des Arbeitsplatzes.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 23.04.2013

Dominik Bath

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