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Leipziger Volksbank schließt weitere Fusionen nicht aus – Druck auf Margen kleinerer Institute

Leipziger Volksbank schließt weitere Fusionen nicht aus – Druck auf Margen kleinerer Institute

Druck auf den Gewinn wegen der anhaltend niedrigen Zinsen, kostspielige Auflagen der Aufsicht - für kleinere Kreditinstitute wird es immer schwieriger, die Eigenständigkeit zu bewahren.

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Die Leipziger Volksbank blickt optimistisch in die Zukunft. Bild: dpa-infocom (Symbolfoto)

Quelle: dpa

Leipzig. Knapp die Hälfte der 1100 Volks- und Raiffeisenbanken rechnet damit, in den nächsten fünf Jahren fusionieren zu müssen. Das ergab eine Erhebung des Bundesverbandes der Volks- und Raiffeisenbanken.

Die Leipziger Volksbank bleibt da ganz gelassen. Das Geldhaus, zum 1. Januar 2013 aus der Volksbank Leipzig sowie der VR Bank Leipziger Land formiert, sieht sich fit und gut aufgestellt für die kommenden Herausforderungen. "Wir sind effizienter geworden", berichtete gestern Vorstandsmitglied Erwin Kießling. Maßgeblich wegen vollzogener Synergien sei es im vorigen Jahr gelungen, den Verwaltungsaufwand um 1,2 Millionen Euro zu senken. "Aufgaben machen wir nicht mehr doppelt." Allein das spare enorme Kosten. Sein Kollege Andreas Woda sagte, dank der neuen Stärke könne die Leipziger Volksbank nun auch deutlich größere Kredite vergeben. "Das ist um 50 Prozent gestiegen." Alleine hätten die beiden vorher selbstständigen Banken das nicht geschafft. Die gewünschten Fusionseffekte seien also eingetreten.

So steigerte die Bank im vorigen Jahr die Bilanzsumme um gut fünf Prozent auf knapp 680 Millionen Euro. Kräftig legten dabei die Kredite zu. Sie erhöhten sich um 10,7 Prozent und betrafen sowohl das gewerbliche als auch das private Kreditgeschäft. "Auch bei der Finanzierung der eigenen vier Wände werden wir immer stärker in Anspruch genommen", sagte Vorstand Christoph Kothe. Bei einem moderat gestiegenen Zinsüberschuss und einem stabilen Provisionsüberschuss verzeichnete die Bank mit ihren 210 Mitarbeitern ein Betriebsergebnis vor Bewertung von 6,7 Millionen Euro. Das ist ein Plus von 50 Prozent. Die 25000 Mitglieder sollen auf ihre Geschäftsanteile eine Dividende von vier Prozent erhalten.

Was aber nicht heißt, dass die Leipziger Volksbank weiteres Wachstum durch Zusammenschlüsse ausschließt. "Der Druck auf die Marge und die zunehmenden Regularien werden zu einem weiteren Konzentrationsprozess führen", sagte Kothe. "Wir haben gezeigt, dass wir unsere Fusion gut bewältigt haben und sind bereit, den Prozess fortzusetzen." Sein Institut sei aber nicht getrieben. "Wir sind strategischen Gesprächen gegenüber aufgeschlossen", ergänzte Vorstand Thomas Auerswald. Verhandlungen etwa mit der Volksbank Delitzsch, der Volks- und Raiffeisenbank Muldental oder mit der Raiffeisenbank Grimma würden aber derzeit nicht geführt. Die vier Vorstandsmitglieder zeigten sich für dieses Jahr zuversichtlich. Kießling: "Wir rechnen mit einer stabilen Entwicklung."

Ulrich Milde

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