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Leipziger Wasserwerke erhöhen ihre Preise – Kunden müssen rund neun Euro mehr zahlen

Leipziger Wasserwerke erhöhen ihre Preise – Kunden müssen rund neun Euro mehr zahlen

Die Leipziger Wasserwerke erhöhen von 2014 an ihre Preise. Kunden in einem durchschnittlichen Haushalt zahlen künftig neun Euro pro Jahr mehr. Das teilte die Geschäftsführung des kommunalen Versorgers am Mittwoch mit.

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Die Zentrale der Kommunalen Wasserwerke Leipzig (KWL).

Quelle: Volkmar Heinz

Leipzig. Die Steigerung sei ein „verträgliches und vernünftiges Maß“, sagte der Technische KWL-Geschäftsführer, Ulrich Meyer.

Das Unternehmen überprüfe alle zwei Jahre seine Tarife. Dieses Mal musste ein Teil der entstandenen Kosten auf die rund 642.000 Kunden umgelegt werden. Preistreiber waren laut KWL das Erneuerbare Energien Gesetz, Investitionen für die Modernisierung des Leitungsnetzes und die Personalkosten. „Wir haben ein hochwertiges Lebensmittel, das hat seinen Preis“, betonte der kaufmännische KWL-Geschäftsführer, Michael M. Theis.

Nicht umgelegt werden dagegen Anwaltsrechnungen oder mögliche Zahlungsverpflichtungen aus dem Prozess um Ex-Chef Klaus Heininger.  „Das ist nach dem Kommunalabgabengesetz verboten“, erklärte Meyer. Heininger hatte hinter dem Rücken der Aufsichtsgremien hochspekulative Geschäfte bei mehreren Banken abgeschlossen. Die Geldhäuser verlangen jetzt eine Summe von bis zu 300 Millionen Euro. Bis zu einem Richterspruch der in London und Leipzig verhandelten Verfahren kann es aber noch Jahre dauern. „In diesem Jahr passiert voraussichtlich nicht mehr viel“, so Meyer.

Die KWL kalkulieren auch künftig mit ihrem dreistufigen Modell aus Basis-, Bereitstellungs- und Mengenpreis. Der Mengenpreis richtet sich nach dem Verbrauch der Kunden. Geschäftsführer Theis rechnete vor, dass für den Kubikmeter Trinkwasser künftig 1,85 Euro (+ 6 Cent), Schmutzwasser 1,30 Euro (+ 10 Cent) und Niederschlagswasser  84 Cent ( - 5 Cent) fällig werden. „Unser Musterhaushalt kostet damit am Tag pro Person gerade 75 Cent“, so Theis. Das Rechenmodell geht von einem Einfamilienhaus mit zwei Bewohnern aus. Jeder der beiden Personen verbraucht dabei 86,8 Liter am Tag und nutzt auch die Abwasserentsorgung.

Leipzig, so die KWL-Verantwortlichen, liege mit einem durchschnittlichen jährlichen Kundenanteil von 225 Euro im Vergleich mit anderen ostdeutschen Städten nach wie vor in der unteren Hälfte. Am meisten zahlten die Menschen in Rostock für ihr Wasser mit 333 Euro. Auch Dresden sei mit 249 Euro noch teurer. Am günstigsten ist Wasser mit 148 Euro in Bautzen.

Die Aufgaben der KWL in den kommenden Jahren bleiben gewaltig. Hat der Versorger in den vergangenen 20 Jahren vor allem sein Netz ausgebaut, geht es jetzt an die Sanierung der fast einhundert Jahre alten Rohre. „Im Kanalnetz besteht Nachholbedarf“, sagte Meyer. Geld müsse das Unternehmen auch für seine Klärwerke ausgeben. Der Standort Rosental reiche schon jetzt kaum noch aus. Mit weiter steigenden Einwohnerzahlen und zusätzlichen Gewerbeansiedlungen benötige Leipzig weitere Reserven bei der Abwasserbehandlung. Pläne für den Ausbau seien in Arbeit. Das jährliche Investitions-Budget von derzeit rund 33 Millionen Euro solle deshalb leicht steigen.

Vom kommenden Jahr an bauen die KWL beim turnusmäßigen Tausch neue Zähler in den Kellern ein. Damit werde eine europäische Richtlinie umgesetzt. Den Kunden entständen dadurch keine zusätzlichen Kosten, auch die Tarife blieben durch die Messgeräte unberührt.

Matthias Roth

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