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"Low-Budget-Hotels zerstören Stadtbild Leipzigs" - Übernachtung für durchschnittlich 79 Euro

"Low-Budget-Hotels zerstören Stadtbild Leipzigs" - Übernachtung für durchschnittlich 79 Euro

Höhere Zimmerpreise, eine im Vergleich zum Vorjahr leicht gestiegene Auslastung und zu viele geplante Low-Budget-Hotels, die das Stadtbild Leipzigs zerstören - zu diesem Fazit sind Vertreter der Leipziger Hotel Alliance (LHA) gekommen - einem informellen Zusammenschluss von 13 Einzel- und Kettenhotels.

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Suite im Hotel Fürstenhof.

Quelle: André Kempner

Leipzig. Am Dienstag legten sie die aktuellen Buchungszahlen vor.

Mit fast 3000 täglich verfügbaren Zimmern repräsentiert die LHA rund 36 Prozent des gesamten Zimmerangebots in Leipzig, das derzeit 107 Betriebe und 8250 Zimmer umfasst. Obwohl die 13 Hotels der LHA lediglich an 35 Tagen des Jahres 2011 eine hundertprozentige Auslastung verzeichnet hätten - im Vorjahr seien es mit 38 Tagen noch drei Tage mehr gewesen - konnte sich die Branche 2011 über eine leicht gestiegene Auslastung von insgesamt 67 Prozent freuen. 2010 hatte diese noch bei 66 Prozent gelegen. Damit liege man im Bundesdurchschnitt „im oberen Drittel", hatte Axel Ehrhardt, Sprecher des Bündnisses und Chef des Mercure-Hotels bereits damals erklärt.

Wegen Publikumsmagneten wie der Veranstaltung 800 Jahre Thomaner, der Buchmesse, dem Wave Gothik-Treffen und dem Bachfest rechnen die Branchenvertreter auch in diesem Jahr mit leichten Zuwächsen. „Wir hätten gerne noch mehr Tage mit 100-Prozentiger Auslastung", sagte Thomas Reinhardt, Direktor vom Leipziger Marriot Hotel. „Die Zahl ist im Vergleich zu anderen Städten extrem niedrig." Dies sei jedoch ein generelles Problem Deutschlands im Vergleich zu anderen euoropäischen Städten. „Wenn man sich beispielsweise die Buchungszahlen für Berlin anschaut, so liegen diese deutlich unter denen von London oder Paris", so Reinhardt.

Auch die Zimmerpreise sind 2011 im Vergleich zum Vorjahr von 72 Euro auf rund 79 Euro pro Nacht gestiegen. Zum Vergleich: In Dresden kostete 2011 ein Zimmer durchschnittlich 82 Euro, in Hannover 88 Euro und in München 95 Euro.

Mit dem Steigenberger Grandhotel sei im vergangenen Jahr ein fünf Sterne Hotel mit 177 Zimmern zur LHA dazugekommen und habe den Breitenfelder Hof abgelöst. Zu weiteren in Leipzig geplanten Hotels - so soll unter anderem die Alte Hauptpost am Augustusplatz zum Hotel werden, in der Innenstadt will die Motel-One-Kette eine weitere Herberge bauen und am Bildermuseum sind gleich zwei neue Unterkünfte geplant (LVZ-Online berichtete) -äußerten sich die Branchenvertreter eher kritisch.

„Leipzig wächst, aber die Frage ist, ob es so schnell wachsen kann, wie neue Kapazitäten hinzugefügt werden", sagte Fürstenhof-Chef Jörg Müller. Besonders die Low-Budget-Hotels passten nicht ins Stadtbild: „Es ist schade, dass die Stadt Baugenehmigungen für solche Hotels in der Innenstadt erteilt." Derselben Meinung ist auch Marriott-Chef Reinhardt, dennoch seien die Low-Budget Hotels wegen ihrer preislichen und qualitativen Ausrichtung keine Konkurrenz für die LHA-Hotels.

Die LHA beschäftigt insgesamt 1095 Mitarbeiter, darunter 230 Auszubildende. 60 Prozent kommen nach eigenen LHA-Angaben aus dem regionalen Umfeld, fünf Prozent aus dem Ausland. In den vergangenen Jahren sei es jedoch zunehmend schwerer geworden, junge Menschen für einen Beruf in der Hotellerie zu begeistern. „Bisher konnten wir die Ausbildungsplätze immer problemlos besetzten, aber in den vergangenen Jahren ist die Zahl der Bewerber stark zurückgegangen", sagte Ehrhardt. Diesem wolle man mit Werbung sowie einer Beteiligung an Ausbildungsmessen entgegensteuern.  

Stefanie Buessing

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