Volltextsuche über das Angebot:

18 ° / 10 ° Regenschauer

Navigation:
Google+ Instagram YouTube
Munich Re: Hochwasser kostet Versicherer drei Milliarden Euro

Munich Re: Hochwasser kostet Versicherer drei Milliarden Euro

Die Hochwasserflut im Juni gehört nach Einschätzung des weltgrößten Rückversicherers Munich Re zu den teuersten Naturkatastrophen aller Zeiten in Deutschland.

Voriger Artikel
Streik in Supermärkten: Rund 300 Beschäftigte bei Kundgebung in Leipzig-Grünau
Nächster Artikel
Wirtschaftsverband: Standort Sachsen gehört zu den Top Ten unter 45 Wettbewerbern

Rettungskräfte der Stadt Grimma (Sachsen) holen eine hilflose Menschen aus dem Hochwasser.

Quelle: Jan Woitas

München. Der Konzern schätzt den volkswirtschaftlichen Schaden durch die Überschwemmungen in Deutschland und seinen Nachbarländern auf mehr als zwölf Milliarden Euro. Der Großteil davon entfalle auf Deutschland, teilte die Munich Re am Dienstag in München mit. „Es ist nicht ausgeschlossen, dass es die teuerste Naturkatastrophe in Deutschland ist“, sagte ein Konzernsprecher.

Bislang gilt das Elbehochwasser von 2002 als schwerster Schaden in Deutschland. Damals wurde die Volkswirtschaft mit 11,6 Milliarden Euro belastet. Diese Größenordnung könnte nun durch die Überschwemmungen Anfang Juni übertroffen werden. Vor allem Bayern und Ostdeutschland waren von der Katastrophe getroffen, unzählige Häuser wurden überflutet.

Die Versicherungen kommen allerdings nur für einen Teil der Schäden auf, da viele Gebäude in den Überschwemmungsgebieten nicht versichert sind. Die Munich Re geht von einem versicherten Schaden von gut drei Milliarden Euro für die Versicherungsbranche aus. Damit führt die Katastrophe die Liste der weltweit teuersten Naturkatastrophen im ersten Halbjahr an.

Risiken werden unterschätzt

Die Risiken durch Überflutungen werden aus Sicht des Versicherers in Deutschland immer noch unterschätzt. „Flüsse brauchen Platz, damit Hochwasserwellen ohne schwere Schäden abfließen können“, sagte Vorstand Torsten Jeworrek. Beim Ausweis von Neubaugebieten müsse das Überschwemmungsrisiko mit berücksichtigt werden. „Die Politik sollte nicht nur nach Katastrophen Nothilfefonds auflegen, sondern verstärkt vorausschauend handeln und einen klugen, überregionalen, möglichst international koordinierten Hochwasserschutz betreiben.“

Insgesamt summierten sich die Schäden durch Naturkatastrophen, die von den Versicherungen übernommen werden, bis Ende Juni weltweit auf 13 Milliarden Dollar (rund 10 Milliarden Euro). Damit liegen sie unterhalb des Durchschnitts der vergangenen zehn Jahre von 22 Milliarden Dollar. Auch in anderen Ländern, darunter Kanada und Australien, richteten vor allem Überschwemmungen hohe Schäden an. Die zweitteuerste Katastrophe nach dem Hochwasser in Europa war im Mai ein Unwetter in den USA mit schweren Tornados. In Moore, einem Vorort von Oklahoma City wurden mehr als 1000 Häuser komplett zerstört. Die Munich Re geht von einem wirtschaftlichen Schaden von mehr als drei Milliarden Dollar für diese Katastrophe aus.

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Wirtschaft
  • Jetzt einschalten!

    Begeistern Sie Ihre Kunden mit Ihren eigenen Angeboten & Informationen auf großen Bildschirmen – spielend einfach mit der LVZ Mediabox. mehr

  • Unsere Empfehlung

    Kein Display? Kein Problem! Von 22 bis 55 Zoll - mit unseren Mediabox-Komplettsystemen bieten wir Ihnen immer die individuell passende Lösung an. mehr

  • Top Preis

    Sie besitzen bereits einen Display? Mit der LVZ Mediabox steuern Sie ihre individuelle Sendeschleife bequem über das Internet. mehr

  • Sie bestimmen das Programm

    Individuell und aktuell: Ihre Informationen, Angebote und Aktionen sowie News der LVZ und von N24 auf der LVZ Mediabox mehr