Volltextsuche über das Angebot:

2 ° / -6 ° wolkig

Navigation:
Google+ Instagram YouTube
Neuer Investor für Poucher Faltboote kommt aus Bitterfeld

Ingo Jung kauft Traditionsfirma Neuer Investor für Poucher Faltboote kommt aus Bitterfeld

Ganze Generationen von Wasserwanderern schwören auf Poucher Faltboote: Und sie werden weiter produziert. Weiter in Pouch (Landkreis Anhalt-Bitterfeld). Und weiter mit der vorhandenen Belegschaft.

Mitarbeiterin in der Faltbootschmiede Pouch. (Archivfoto)

Quelle: dpa

Pouch / Leipzig. Sie sind Kult. Ganze Generationen von Wasserwanderern schwören auf Poucher Faltboote: Und sie werden weiter produziert. Weiter in Pouch (Landkreis Anhalt-Bitterfeld). Und weiter mit der vorhandenen Belegschaft. Gestern präsentierte der hallesche Insolvenzverwalter Nikolaus Schmidt den neuen Investoren. Der kommt aus der Region.

Das Interesse an der Firma sei groß gewesen, sagte Schmidt, der im Februar zum Insolvenzverwalter bestellt wurde und den kostendeckende Weiterbetrieb in Pouch sicherte. Ende vergangene Jahres hatte die Poucher Boote GmbH beim Amtsgericht Dessau-Roßlau Insolvenz angemeldet. Mit „knapp zweistellig“ umschreibt Schmidt die Zahl der Bieter. In dem zweistufigen Verfahren habe letztlich die Kompakt-Immoservice GmbH aus Bitterfeld das beste Angebot abgegeben, also die höchste Kaufsumme geboten. „Die Gläubigerversammlung stimmte für den Zuschlag“, so Schmidt. So dass die Bitterfelder Firma neuer Gesellschafter der Bootswerft ist, die fortan unter dem Namen Poucher Faltboot GmbH firmiert. Über den Kaufpreis sei Stillschweigen vereinbart worden.

Alleiniger Gesellschafter des Käufers ist der Unternehmer Ingo Jung. Der Bitterfelder ist seit 2004 mit Gastronomie und seit 2013 mit Ferienhäusern am Pegelturm am Goitzsche-See vertreten. Außerdem ist er Geschäftsführer der Goitzsche Tourismus Gesellschaft (GTG), eine Tochter der Blausee GmbH, die zum Firmenverbund des verstorbenen Ratiopharm-Gründers Adolph Merckle gehört. Blausee hat neben Teilen der Goitzsche weitere Tagebaurestseen in Mitteldeutschland erworben, so den Gröberner, Gremminer („Ferropolis“) und Neuhäuser See in Sachsen-Anhalt sowie den Zwenkauer und Hainer See im Leipziger Neuseenland.

Der Verkauf der Faltbootfirma an Jung sei sinnvoll, sagte Insolvenzverwalter Schmidt. Dessen Engagement in der Tourismusbranche werde zu Synergien führen. Jung habe angekündigt, die Produktion zu modernisieren, neue Maschinen und Anlagen zu kaufen. Zudem wolle er für weitere Tischlereiaufträge sorgen, um die Firma auszulasten. Der vormalige geschäftsführende Gesellschafter Ingolf Nitzschke bleibt der Firma als Geschäftsführer erhalten.

Die Firma beschäftigt neben Nitzschke acht Mitarbeiter. Pro Jahr werden rund 300 Boote gefertigt, die außer nach Deutschland auch in die BeneluxLänder, nach Russland, Frankreich und in die USA gehen. Ein Großteil des Geschäftes macht die Reparatur von Bootshäuten und Holzgestellen aus.

Andreas Dunte

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Wirtschaft
 

Weitere Veranstaltungen unter:
www.leipzig.ihk.de
  • Jetzt einschalten!

    Begeistern Sie Ihre Kunden mit Ihren eigenen Angeboten & Informationen auf großen Bildschirmen – spielend einfach mit der LVZ Mediabox. mehr

  • Unsere Empfehlung

    Kein Display? Kein Problem! Von 22 bis 55 Zoll - mit unseren Mediabox-Komplettsystemen bieten wir Ihnen immer die individuell passende Lösung an. mehr

  • Top Preis

    Sie besitzen bereits einen Display? Mit der LVZ Mediabox steuern Sie ihre individuelle Sendeschleife bequem über das Internet. mehr

  • Sie bestimmen das Programm

    Individuell und aktuell: Ihre Informationen, Angebote und Aktionen sowie News der LVZ und von N24 auf der LVZ Mediabox mehr