Volltextsuche über das Angebot:

12 ° / 8 ° Regenschauer

Navigation:
Google+ Instagram YouTube
Neues Mifa-Werk steht vor Produktionsstart

Sangerhausen Neues Mifa-Werk steht vor Produktionsstart

In nur sechs Monaten baut der Fahrradhersteller Mifa ein neues Werk am Stadtrand von Sangerhausen. Vom ausstehenden Umzug der letzten Maschinen lässt sich der Firmenchef nicht beirren und macht Ernst.

Das Mifa-Werk in Sangerhausen steht kurz vor Produktionsstart. (Archivbild)

Quelle: dpa

Sangerhausen. Der Fahrradhersteller Mifa nimmt in seinem neuen Werk am Stadrand von Sangerhausen die Produktion auf. Am Dienstag sollen die Maschinen in den neuen Hallen mit der Fertigung starten, wie Eigentümer Heinrich von Nathusius am Montag der Deutschen Presse-Agentur sagte. Zwei Drittel der Teile seien schon aus der alten in die neue Halle transportiert worden. Der Rest solle in den kommenden Tagen folgen. Anfang Januar wolle Mifa dann komplett im neuen Werk im Süden Sachsen-Anhalts produzieren.

Von Nathusius hatte den Fahrradhersteller vor knapp zwei Jahren aus der Insolvenz gerettet, mit einer Landesbürgschaft im Rücken. Weil der alte Standort mitten in Sangerhausen für die Pläne des Unternehmers unpassend war, baute er ein Werk am Stadtrand. Mifa investierte nach eigenen Angaben rund 17 Millionen Euro in den Neubau. Weil auf dem Gelände Feldhamster heimisch sind, musste die Stadt Sangerhausen Ausgleichsflächen schaffen und in eine Hamsteraufzucht investieren.

Heinrich von Nathusius hatte nach der Wiedervereinigung bereits das Ifa-Werk in Haldensleben in der Börde übernommen. Heute beliefert Ifa Rotorion mit seinen Gelenkwellen nach eigenen Angaben alle namhaften deutschen Autohersteller.

Mit Mifa will von Nathusius das kostengünstigste Fahrradwerk Europas werden. Es solle sich ändern, dass zuletzt nur ein Viertel der in Deutschland verkauften Räder auch hierzulande gefertigt wurden, hatte der Unternehmer sein Vorgehen begründet. «Ein deutscher Kunde wird bei der Mifa-Bike kaufen, wenn der Preis der gleiche ist wie bei der asiatischen Konkurrenz.» Das traditionsreiche Unternehmen fertigt Räder für den Fach- und Discounthandel.

Zunächst solle im Werk mit 520 Mitarbeitern im Ein-Schicht-Betrieb gefertigt werden, kündigte von Nathusius am Montag an. Eine zweite Schicht, die früher mit Leiharbeitern organisiert wurde, werde eingespart. Die Auftragsbücher seien gut gefüllt - auch mit zahlreichen Aufträgen von Großkunden wie Peugeot.

Medienberichte, wonach Mifa nach der Rettung und dem Werksbau erneut in finanziellen Schwierigkeiten stecke, wies der Eigentümer zurück. «Davon kann keine Rede sein.» Zuletzt hätten die Gesellschafter von Ifa Rotorion den Neubau in einer Größenordnung von etwa zwei Millionen Euro zwischenfinanziert, sagte von Nathusius. Zudem habe es im vergangenen Jahr eine Liquiditätshilfe gegeben, um das Eigenkapital aufzufüllen. Zu den Gesellschaftern gehören neben dem Senior sein Sohn und seine beiden Töchter. Auch die Investitionsbank wies am Montag die Darstellung zurück, sie habe Mifa den Geldhahn zugedreht.

LVZ

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Wirtschaft
  • Jetzt einschalten!

    Begeistern Sie Ihre Kunden mit Ihren eigenen Angeboten & Informationen auf großen Bildschirmen – spielend einfach mit der LVZ Mediabox. mehr

  • Unsere Empfehlung

    Kein Display? Kein Problem! Von 22 bis 55 Zoll - mit unseren Mediabox-Komplettsystemen bieten wir Ihnen immer die individuell passende Lösung an. mehr

  • Top Preis

    Sie besitzen bereits einen Display? Mit der LVZ Mediabox steuern Sie ihre individuelle Sendeschleife bequem über das Internet. mehr

  • Sie bestimmen das Programm

    Individuell und aktuell: Ihre Informationen, Angebote und Aktionen sowie News der LVZ und von N24 auf der LVZ Mediabox mehr