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Neustart für Mifa mit neuem Namen Sachsenring Bike Manufaktur

Fahrradhersteller Neustart für Mifa mit neuem Namen Sachsenring Bike Manufaktur

Wieder zurück - und trotzdem alles neu. Im alten Werk des Fahrradherstellers Mifa weht ein frischer Wind. Ab erstem August firmiert das Unternehmen unter dem namen Sachsenring Bike Manufaktur.

Der Unternehmer Stefan Zubcic hat einen Vertrag zur Übernahme des insolventen Fahrradherstellers Mifa unterzeichnet und die Mitarbeiter auf einer Betriebsversammlung informiert. Das Unternehmen soll von "Mifa Bike GmbH" in "Sachsenring Bike Manufaktur" umbenannt werden. Die verbliebenen 130 Jobs sollen laut dem Coburger Unternehmer erhalten bleiben.

Quelle: dpa

Sangerhausen. Nach dem Verkauf der Mifa-Bike GmbH firmiert der Fahrradhersteller aus dem Südharz mit 110-jähriger Tradition ab 1. August unter neuem Namen - und produziert wieder am alten Stammsitz. „Seit heute“, sagte der Geschäftsführer der Sachsenring Bike Manufaktur GmbH (Sangerhausen), Matthias Herold, am Dienstag. Die Anlagen seien zum Großteil aus dem neuen Werk an der Autobahn 38 in die Stadt umgezogen. Die Arbeitsabläufe seien geändert worden. Ziel sei es, nach der zweimaligen Insolvenz des Fahrradproduzenten innerhalb von rund zwei Jahren, das Vertrauen wieder herzustellen. Im Fokus stünden vor allem Großkunden.

Am 20. Juli hatte der Coburger Unternehmer und Chef der Sachsenring-Gruppe (Zwickau), Stefan Zubcic, das Fahrradwerk vom Insolvenzverwalter Lucas Flöther gekauft. Die Sachsenring Bike Manufaktur hat laut Herold rund 130 Beschäftigte. Das Unternehmen setze auf mehr Service, Flexibilität und Schnelligkeit. Zudem gelte es, die Kostenstruktur aus den letzten Jahren zu analysieren. „Jeder Euro kommt auf den Prüfstand“, sagte Herold. Ziel sei es, dass der Fahrradbauer wieder „im grünen Bereich“ arbeite, „im harten Wettbewerb mit Asien und anderen Billiganbietern“.

Deshalb habe man sich auch entschieden, nicht das neue Werk zu kaufen sondern am alten Standort die Miete an den Landkreis Mansfeld-Südharz zu zahlen. Zum bisherigen Sortiment des Fahrradwerkes gehörten Räder aller Art, vom Massenprodukt für den Baumark sowie E-Bikes und teure Räder für den Fachhandel.

Konzentration auf Handarbeit

„Wir werden jetzt nicht gleich unser Sortiment ausmisten. Wir werden uns aber darauf besinnen, was wir richtig gut können, mit Handarbeit“. Dafür stehe zugleich der Name, Manufaktur. Ziel seien im ersten Geschäftsjahr zwischen 100.000 und 150.000 Räder. Eine Zusammenarbeit mit anderen Fahrradherstellern sei nicht ausgeschlossen.

Die Mifa-Bike GmbH war Anfang 2017 mit 500 Mitarbeitern in Insolvenz gegangen. Der damalige Eigentümer Heinrich von Nathusius hatte das Werk aus einer vorherigen Insolvenz übernommen. Der Unternehmer war aber mit seinem Konzept wie auch dem Neubau des 17 Millionen Euro teuren Werkes nicht aus den roten Zahlen herausgekommen.

Die Belegschaft schrumpfte während der Insolvenz auf rund ein Viertel. In einer Transfergesellschaft kamen zuletzt 76 Mitarbeiter unter, wie ein Sprecher des Insolvenzverwalters mitteilte. Davon wechselten 28 in neue sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse, 27 meldeten sich arbeitslos. 10 Mitarbeiter sind derzeit in der Gesellschaft, 8 gingen in Rente und 3 in eine Weiterbildung.

LVZ

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