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Nexö-Druckerei schüttelt Insolvenz ab und will neu durchstarten

Nexö-Druckerei schüttelt Insolvenz ab und will neu durchstarten

Die Traditionsdruckerei Offizin Andersen Nexö (OAN) in Zwenkau kann die eigene Insolvenz endlich abhaken. Anderthalb Jahre, nachdem das Unternehmen in die Pleite geschlittert war, hat das Amtsgericht Leipzig den Gläubigerschutz nun aufgehoben.

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Produktion bei Offizin Andersen Nexö in Zwenkau

Quelle: Andreas Döring

Zwenkau. OAN-Chef Stephan Treuleben will jetzt wieder durchstarten.

Auf die erlösende Botschaft hatte Treuleben seit Monaten gewartet: Bereits im November hatten die Gläubiger dem von ihm vorgelegten Insolvenzplan zugestimmt - und auf bis zu 97 Prozent ihrer Außenstände verzichtet. Doch erst am vergangenen Freitag kam der Beschluss des Gerichts, das Unternehmen aus der Insolvenz zu entlassen.

Bereits in der Insolvenz, die Treuleben in Eigenverwaltung durchführen durfte, war es ihm gelungen, in die Schwarzen Zahlen zurückzukehren. Jetzt soll es weiter aufwärts gehen. "Wir haben zwar nur wenige Kunden ganz verloren. Aber bei vielen haben wir kleinere Teile von großen Aufträgen abbekommen." Zwar kam es in Zwenkau nie zu Unterbrechungen in der Produktion. Alle Aufträge seien trotz Pleite abgearbeitet worden. "Solange das Insolvenzverfahren lief, waren aber alle Kunden vorsichtig." Das soll sich nun ändern. "Ich wünsche mir, dass die Aufträge nun wieder die Größe erreichen, die wir uns vor der Insolvenz erarbeitet haben. Doch dafür müssen wir uns erst einmal das Vertrauen der Kunden wieder erarbeiten. Ihnen zeigen, dass wir ein zuverlässiger Partner sind. Das geht nicht von heute auf morgen."

Die Insolvenz, in die OAN Ende 2012 gerutscht war, hat das Unternehmen genutzt, um Überkapazitäten abzubauen. Die Tochter Messedruck Leipzig wurde geschlossen, die Leipzig Kunst- und Verlagsbuchbinderei zog abgespeckt nach Zwenkau um. Und auch dort wurde Personal abgebaut. Von 330 Mitarbeitern an den drei Standorten verloren 150 ihren Job. Die verbliebenen 180 mussten auf Urlaub, bezahlte Pausen und Freischichten verzichten. Insgesamt, so Treuleben, habe man die Kapazität um 40 Prozent heruntergefahren. Mit dieser Größe dürfte man nun besser klarkommen.

Der nächste Umbau steht jetzt in Plauen an: Die dortige Tochter Sachsendruck will Treuleben bis Jahresende teilen: Der Kinderbuchbereich, in dem vor allem Pappbücher für die ganz Kleinen entstehen, wird als Zweigbetrieb direkt OAN angegliedert - mit 80 Mitarbeitern. "Da gibt es große Überschneidungen. Für Zwenkau ist das ein großer Gewinn, wenn beides künftig aus einer Hand kommt." Das zweite Plauener Standbein, den Online-Druck, will er mit 100 Mitarbeitern in ein neues Gemeinschaftsunternehmen mit einem Partner einbringen, Sachsendruck selbst dann auflösen. Das werde am Ende aber nur 20 Jobs kosten, versichert Treuleben. "Die allermeisten werden übernommen."

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 12.06.2014
Frank Johannsen

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