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Ost-Sparkassen wollen sparen - Filialnetz wird kleiner

Trotz guter Erträge Ost-Sparkassen wollen sparen - Filialnetz wird kleiner

Noch ist die Lage der Ost-Sparkassen gut. Doch die niedrigen Zinsen trüben die Aussichten deutlich. Ab dem Jahr 2017 dürfte es ernst werden, erwartet der Dachverband OSV.

Trotz guter Ergebnisse und einem niedrigen Leitzins, zu welchem sich Ostdeutschlands Sparkassen Geld für ihre Geschäfte leihen können, wollen die Institute hohe Einsparungen vornehmen.

Quelle: dpa

Berlin. Trotz niedriger Zinsen legen die Privatkunden der ostdeutschen Sparkassen weiterhin viel Geld beiseite. Dabei parkten sie es im ersten Halbjahr 2015 häufig auf Giro- oder Tagesgeldkonten, sagte der Geschäftsführer des Ostdeutschen Sparkassenverbands (OSV), Wolfgang Zender, am Dienstag in Berlin. Dort kamen 1,1 Milliarden Euro hinzu, fast doppelt so viel wie im Vorjahreszeitraum. Die Zinssituation und die hohen Kosten der Bankenregulierung bereiten den Kreditinstituten zunehmend Sorgen, machte Zender klar: „Ab 2017 werden wir erhebliche Ertragseinbrüche sehen.“

Deshalb wollten die Sparkassen bundesweit bei den Sachkosten bis zu 20 Prozent sparen. Es gehe darum, Geschäftsprozesse zu verkürzen und die Produktangebote der Sparkassen zu vereinheitlichen, sagte Geschäftsführer Zender. „Es geht nicht um den Abbau von 20 Prozent der Mitarbeiter“, betonte OSV-Präsident Michael Ermrich. Noch stehen die Sparkassen in Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern nach Verbandsangaben gut da. Ihr Betriebsergebnis vor Sondereffekten soll in diesem Jahr bei 1,18 Milliarden Euro liegen nach 1,24 Milliarden im Jahr 2014.

Der Verband erwartet, dass das Filialnetz in den vier Ländern noch kleiner wird. Dies sei eine Folge der stärkeren Nutzung von Online-Konten und der sinkenden Bevölkerungszahl. „Die Anzahl der Einwohner je Geschäftsstelle wird auch weiterhin moderat steigen“, meinte Ermrich. Sie liege heute bei 5500 nach 5300 vor zehn Jahren. „Wir müssen uns der Tatsache stellen, dass in unserem Geschäftsgebiet in den letzten zehn Jahren insgesamt über eine Million Einwohner verloren gegangen sind und dieser Prozess anhält“, stellte der Verbandspräsident fest.

Im Jahr 2005 hatte der OSV in Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern noch 60 Sparkassen mit 1800 Filialen unter seinem Dach. Ende 2014 waren es noch 45 Sparkassen mit 1440 Geschäftsstellen. „Wir glauben, dass die Schließung von Filialen nicht das erste Allheilmittel ist“, sagte Ermrich. Eine Geschäftsstelle zu schließen, habe einen vergleichsweise geringen Spareffekt. Die Institute entwickelten Modelle, um auf dem Land präsent zu bleiben. Dazu gehörten etwa der Sparkassenbus und dörfliche Versorgungszentren, bei denen sich regionale Dienstleister, darunter die Sparkasse, einen gemieteten Raum teilten.

LVZ

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