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Ost-Tariflöhne fast auf West-Niveau

Studie vorgelegt Ost-Tariflöhne fast auf West-Niveau

Die Tariflöhne in Ostdeutschland haben 26 Jahre nach der Wiedervereinigung beinahe das West-Niveau erreicht. Die tariflichen Grundvergütungen in den neuen Ländern erreichen nach den aktuellsten vorliegenden Daten von Mitte 2016 im Schnitt rund 98 Prozent des Westniveaus

Gleiches Geld für gleiche Arbeit in Ost wie West ist das gewerkschaftliche Ziel.

Quelle: dpa

Leipzig. Es klingt positiv, dass laut einer am Freitag vorgelegten Analyse des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts der Hans-Böckler-Stiftung die Angleichung beinahe geschafft ist.. Nicht berücksichtig sind dabei allerdings die unterschiedlichen Arbeitszeiten. 49 Prozent der Beschäftigen fallen unter einen Tarifvertrag. Damit haben die Löhne zwischen Rügen und Erzgebirge seit der deutschen Einheit kräftig aufgeholt. Vor 25 Jahren betrug die Grundvergütung erst 60 Prozent West-Niveaus.

Unterschiede nach Branchen

Dabei zeigen sich nach Angaben von Reinhard Bispinck, Tarifexperte des den Gewerkschaften nahestehenden Instituts, deutliche Unterschiede nach Branchen. Im öffentlichen Dienst, bei Banken und Versicherungen, in der Eisen- und Stahlindustrie, der Druckbranche sowie im Einzelhandel (Brandenburg) liege das Tarifniveau in den neuen Ländern bereits bei 100 Prozent. Im Bauhauptgewerbe sind es 93 Prozent, im KFZ-Gewerbe (Thüringen) 88 Prozent. In der Hotel- und Gaststättenbranche (Sachsen) liegt es bei 77 Prozent, in der Landwirtschaft (Mecklenburg-Vorpommern) bei 74 Prozent.

Größere Differenz, wenn es keinen Tarifvertrag gibt

Weitaus größer ist der Einkommensrückstand bei ostdeutschen Beschäftigten, die nicht nach Tarif bezahlt werden. Diese Differenz sei ein wesentlicher Grund dafür, dass die effektiven Bruttoverdienste im Osten um insgesamt 16 Prozent niedriger ausfielen als im Westen, sagte Bispinck. „Im vergangenen Jahr sind die Bruttoverdienste in den neuen Bundesländern nicht zuletzt aufgrund des gesetzlichen Mindestlohnes mit durchschnittlich 4,3 Prozent deutlich stärker angestiegen als in den alten Bundesländern mit 2,6 Prozent.“ Deswegen habe sich der Abstand ein wenig verringert.

Unterschiede bei Sonderzahlungen und Arbeitszeit

Unterschiede bei den tariflichen Arbeitsbedingungen gibt es vor allem noch bei den Arbeitszeiten und bei Sonderzahlungen wie dem Weihnachtsgeld. Aber auch hier zeige sich im Zeitvergleich eine erhebliche Annäherung. Die tarifliche Wochenarbeitszeit lag im Osten 1991 mit 40,2 gut zwei Stunden höher als im Westen mit 38,1 Stunden. Ende 2015 belief sie sich auf 38,7 Stunden im Osten und 37,5 Stunden im Westen. Der tarifliche Grundurlaub beträgt zurzeit in den neuen Ländern im Schnitt 27,7 Arbeitstage (West: 28,8), der Endurlaub, also die maximal erreichbare Zahl von Urlaubstagen, beträgt 29,6 Tage. Im Westen sind es genau 30,0 Tage. Die tarifliche Jahressonderzahlung, also vor allem das Weihnachtsgeld, habe in etlichen Bereichen ebenfalls das westdeutsche Niveau erreicht. Allerdings gebe es auch in größeren Branchen wie Metall, Chemie, Einzelhandel, öffentlicher Dienst noch Unterschiede, sagte Bispinck.

Von Ulrich Milde

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