Volltextsuche über das Angebot:

23 ° / 15 ° wolkig

Navigation:
Google+ Instagram YouTube
Ostdeutsche Wirtschaft kritisiert Sparpaket

Ostdeutsche Wirtschaft kritisiert Sparpaket

Das Sparpaket der Bundesregierung stößt in der ostdeutschen Wirtschaft auf harsche Kritik. Der Sprecher der ostdeutschen Unternehmerverbände und Berlin, Hartmut Bunsen, sowie der Präsident der Leipziger Industrie- und Handelskammer (IHK), Wolfgang Topf, bezeichneten die Vorschläge als unausgereift und sozial unausgewogen.

Leipzig. „Es ist kein Konzept aus einem Guss, sondern erinnert an Flickschusterei mit einer unausgegorenen Symbolik“, sagte Topf der Leipziger Volkszeitung. Prinzipiell, so der IHK-Chef weiter, sei es zwar richtig, dass der Haushalt schon wegen der im Grundgesetz festgeschriebenen Schuldenbremse konsolidiert werden müsse. Doch dürfe dies nicht zu Lasten des Wachstums und sozial Schwacher geschehen. „In diesem Zusammenhang ist auch die Abschaffung des Rentenbeitrags für Hartz-IV-Empfänger unakzeptabel. Es verschiebt die Probleme nur nach hinten und belastet nachfolgende Generationen“, sagte der IHK-Präsident. Zudem hätte die schwarz-gelbe Bundesregierung bei der Streichung von Subventionen auf die Koch-Steinbrück-Liste zurückgreifen müssen. „Das wenigste davon ist bislang umgesetzt, obwohl die Vorschläge schon einen breiten Konsens in der Wirtschaft gefunden hatten,“ so Topf weiter. Bunsen warnte vor allem eindringlich davor, dass sich das Sparpaket wachstumshemmend auswirken könnte. In unteren Einkommensschichten würden die Einnahmen fast zu 100 Prozent in den Konsum fließen. Jeder Euro, der deshalb an der falschen Stelle gespart werde, würde sich negativ auf die Binnenkonjunktur auswirken. Fatal wäre es zudem, wenn wichtige Infrastrukturprojekte gestrichen würden.

„Das schwächt den Standort und damit auch viele Mittelständler“, sagte Bunsen. Stattdessen sollte sich die Bundesregierung den schon so oft proklamierten Bürokratieabbau vornehmen. „Das spart Kosten und kurbelt die Wirtschaft an.“ Entscheidend sei auch, dass der Mittelstand in Zukunft besser mit Forschungs- und Entwicklungsmitteln ausgestattet werde. „Schulden können wir nur mit einem florierendem Wachstum abbauen. Sparen zur falschen Zeit kann kontraproduktiv sein“, warnte Bunsen. Enttäuschend sei ohnehin, dass die Verursacher der Krise bei den Konsolidierungsmaßnahmen nicht zur Kasse gebeten werden.

Andreas Dunte

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Wirtschaft
  • Jetzt einschalten!

    Begeistern Sie Ihre Kunden mit Ihren eigenen Angeboten & Informationen auf großen Bildschirmen – spielend einfach mit der LVZ Mediabox. mehr

  • Unsere Empfehlung

    Kein Display? Kein Problem! Von 22 bis 55 Zoll - mit unseren Mediabox-Komplettsystemen bieten wir Ihnen immer die individuell passende Lösung an. mehr

  • Top Preis

    Sie besitzen bereits einen Display? Mit der LVZ Mediabox steuern Sie ihre individuelle Sendeschleife bequem über das Internet. mehr

  • Sie bestimmen das Programm

    Individuell und aktuell: Ihre Informationen, Angebote und Aktionen sowie News der LVZ und von N24 auf der LVZ Mediabox mehr