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Ostprodukte ziehen im Westen nur über den Preis - Rotkäppchen und Spee bekannt

Ostprodukte ziehen im Westen nur über den Preis - Rotkäppchen und Spee bekannt

20 Jahre nach der Wiedervereinigung haben es mit Rotkäppchen und Spee nur zwei Ostmarken zu einer nennenswerten Bekanntheit im Westen gebracht. Das geht aus einer am Dienstag veröffentlichten West-Ost-Markenstudie des Instituts für angewandte Marketing- und Kommunikationsforschung (IMK) in Erfurt und der MDR-Werbung hervor.

Erfurt. Nur diese beiden Namen fielen mehr als 50 Prozent der befragten Westdeutschen spontan ein.

„Ostmarken haben im Westen zwei wesentliche Probleme - eine geringe Bekanntheit und ein auf den Preis reduziertes Image“, fasste IMK-Geschäftsführer Sören Schiller die Ergebnisse zusammen. Für die repräsentative Studie waren von Januar bis März 2010 rund 1500 Menschen telefonisch unter anderem nach ihren Einkaufsgewohnheiten befragt worden. Danach werden Ostprodukte im Westen besonders in Niedersachsen und Hessen gekauft.

Bei der Nennung von ostdeutschen Marken waren nur sechs Produkte mehr als 50 Prozent der Verbraucher im Westen ein Begriff. Das betraf allesamt alkoholische Getränke. Zugleich sehen der Untersuchung zufolge westdeutsche Verbraucher derzeit kaum Gründe, ostdeutsche Produkte zu kaufen - außer sie sind billig.

Ganz anders in den neuen Ländern: Dort haben die Ostmarken ein positiveres Image und würden neben dem Preis und der regionalen Verwurzelung als glaubwürdiger, ehrlicher und gesünder als Westprodukte gelten. „Der Osten kommt im Westen nur über den Preis beim Konsumenten an, während der Westen im Osten nur über seine Marktmacht punktet“, sagte Schiller.

Auch sei die Markentreue im Westen etwas stärker ausgeprägt, während im Osten die Probierfreude größer sei. So landeten in den alten Bundesländern bei 46,4 Prozent der Verbraucher immer dieselben Produkte im Einkaufskorb (Osten: 38,4 Prozent). In den neuen Ländern gaben 23,0 Prozent an, öfter mal was anderes zu kaufen (Westen: 16,1 Prozent). Bei der Einstellung zu Markenprodukten zeigten sich die Ostdeutschen patriotisch, sagte Schiller. Knapp jeder Dritte schätze Ostprodukte im direkten Vergleich attraktiver ein. Außerdem hätten Markenprodukte im Osten die Aura von etwas besonderem.

Ferner ließen sich ostdeutsche Verbraucher bei ihrer Kaufentscheidung deutlich stärker von Herkunft, Preis oder der Empfehlung durch Bekannte leiten als Konsumenten im Westen. Für vier von zehn Ostdeutschen spiele es eine Rolle, ob ein Produkt aus dem Osten oder Westen kommen. Im Westen sei das nur für jeden zehnten von Bedeutung. Beim Thema Bio und Ökologie zeigten sich dagegen die Westdeutschen sensibler.

Annett Gehler, dpa

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