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Passagierrückgang bei sächsischen Flughäfen

Halbjahreszahlen Passagierrückgang bei sächsischen Flughäfen

Gegenwind für die sächsischen Flughäfen Leipzig und Dresden: Von beiden Airports flogen in den ersten sechs Monaten des Jahres weniger Passagiere ab oder landeten hier. Das geht aus einer Erhebung des Flughafenverbandes ADV hervor.

Das Frachtgeschäft in Leipzig läuft dank des DHL-Kreuzes

Quelle: dpa

Leipzig/Dresden. Danach kam Leipzig/Halle im ersten Halbjahr auf 969 080 Gäste, ein Minus von 4,7 Prozent gegenüber dem gleichen Vorjahreszeitraum. In Dresden fiel der Rückgang mit einem Minus von 1,5 Prozent auf 757 729 Passagiere geringer aus.

Zusammen verbuchten die beiden Standorte, die unter dem Dach der Mitteldeutschen Flughafen AG firmieren, damit 3,2 Prozent weniger Fluggäste. Bundesweit gab es dagegen einen Zuwachs um 2,9 Prozent auf 103 Millionen Passagiere.

Johannes Jähn, seit knapp einem Jahr Sprecher des Vorstandes der Mitteldeutschen Flughafen AG, führte den Rückgang in Leipzig auf die „krisenbedingten Nachfrageeinbrüchen zu Zielen in der Türkei und Nordafrika“ zurück. Das bremse die Entwicklung aus. „Ohne den hierdurch bedingten Wegfall von rund 128 000 Fluggästen würde das Passagieraufkommen einen deutlichen Zuwachs ausweisen“, sagte er der LVZ. Ähnlich gestalte sich die Situation am Flughafen Dresden.

Zweistellige Zuwächse nach Spanien

In Leipzig/Halle entfallen zwei Drittel aller Passagiere auf den touristischen Verkehr. Dabei gab es zweistellige Zuwächse zu den Sonnenzielen nach Spanien, Griechenland, Portugal und Bulgarien. Das hat aber die Rückgänge zu Zielen in die Türkei und Nordafrika nicht aufgefangen. Für Dresden wird das Minus ebenfalls mit der rückläufigen Nachfrage nach Urlaubsreisen in die Türkei und nach Nordafrika begründet. Da in der Landeshauptstadt nur ein Drittel des Gesamtaufkommens auf Urlaubsflieger entfällt, waren die Rückgänge geringer als in Leipzig.

Laut ADV-Statistik gingen bei 12 der 22 internationalen Verkehrsflughäfen die Passagierzahlen zurück. Das betraf vor allem Airports mit einem hohen touristischen Anteil. Selbst die deutsche Nummer eins, Frankfurt, büßte 0,8 Prozent ein. Zuwächse gab es vor allem in Köln/Bonn durch die zunehmenden Aktivitäten der Lufthansa-Tochter Eurowings und in Berlin wegen des steigenden Engagements der Billigfluglinien.

Stabiles Angebot zu Drehscheiben wichtig

Jähn sagte, sein Ziel sei, das in Leipzig und Dresden existierende Angebot an Billigfluglinien und touristischen Zielen noch besser im gesamten Einzugsgebiet bekannt zu machen. „Das ist eine wichtige Voraussetzung dafür, dass unsere Kunden, also die Airlines und Reiseveranstalter, bei einer entsprechenden Nachfrage ihr Angebot perspektivisch ausweiten.“ Wichtig sei für mittelfristiges Wachstum ein „stabiles Angebot an Flügen zu den Drehkreuzen, über die gute Verbindungen in und aus aller Welt möglich sind“.

Der Flughafen Leipzig ist für 4,5 Millionen Passagiere ausgelegt, im vorigen Jahr waren es 2,322 Millionen Gäste. Dresden sollte schon 2010 rund 2,6 Millionen Gäste haben, es waren 1,7 Millionen.

Positiv läuft dagegen in Leipzig/Halle das Frachtgeschäft. „Hier wird das Aufkommen 2016 erstmals die Marke von einer Million Tonnen überspringen“, prognostizierte Jähn. Im Vorjahr wurden am hinter Frankfurt zweitgrößten deutschen Frachtflughafen 988 240 Tonnen umgeschlagen. Im ersten Halbjahr gab es ein Wachstum von 6,7 Prozent auf 509 790 Tonnen.

Von Ulrich Milde

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