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Porsche führt in Leipzig dritte Schicht ein - Autobauer will Fördergelder für Werksausbau

Porsche führt in Leipzig dritte Schicht ein - Autobauer will Fördergelder für Werksausbau

Leipzig. Im Leipziger Porsche-Werk wird wegen der hohen Nachfrage nach den Modellen Cayenne und Panamera eine dritte Schicht eingeführt.

Ab dem 23. Januar würden täglich rund 500 statt 420 Autos vom Band rollen, sagte Werksleiter Siegfried Bülow der Leipziger Volkszeitung. Darauf hätten sich Geschäftsführung und Betriebsrat verständigt.

Der Sportwagenbauer kommt derzeit kaum mit dem Bau neuer Autos hinterher. Daran dürfte sich auch in den kommenden Monaten wenig ändern. „Die Auftragseingänge entwickeln sich genauso positiv wie die Verkäufe“, sagte Porsche-Chef Matthias Müller der LVZ. Diese zogen in diesem Jahr bislang um über 30 Prozent an. Auch im kommenden Jahr erwartet Müller keinen Absatzeinbruch, sondern lediglich eine leichte Abkühlung. „Das wirft uns nicht um“, so Müller.

Insbesondere beim Cayenne gibt es lange Lieferzeiten, sie betragen laut Werksleiter Bülow bis zu acht Monate. „Das müssen wir in den Griff kriegen, damit wir keine Kunden verlieren.“ Das Personal sei für die dritte Schicht bereits um 120 Mitarbeiter aufgestockt worden, die derzeit qualifiziert würden.

Porsche lieferte von Januar bis September dieses Jahres fast 91.000 Autos an Kunden aus. Dies entspricht einem Plus von 30,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Mit weltweit über 10.000 verkauften Fahrzeugen erzielte der Sportwagenhersteller auch im September ein kräftiges Absatzplus von 37,5 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Zu den Verkaufsschlagern gehörten im vergangenen Monat einmal mehr die Leipziger Modelle, allen voran der Cayenne: 5266 verkaufte sportliche Geländewagen bedeuteten einen Zuwachs von 46,4 Prozent. Der Panamera legte ebenfalls kräftig zu. Die Verkäufe zogen um rund ein Viertel auf fast 2583 an.

Zweistelliger Millionenbetrag als Förderung möglich

Porsche hat in Leipzig am Dienstag den Grundstein für die Erweiterung des Werks gelegt. Dort soll ab Ende 2013 zusätzlich der neue Geländewagen Cajun vom Band rollen. Der Sportwagenbauer investiert dafür an dem Standort rund 500 Millionen Euro und schafft 1000 neue Arbeitsplätze.

Erstmals will Porsche dafür staatliche Hilfe in Anspruch nehmen. „Wir werden für die Werkserweiterung Fördermittel beantragen“, sagte Müller. Die Stuttgarter seien im Wettbewerb mit anderen Unternehmen, die Fördermittel nutzten, begründete ein Porsche-Sprecher den Kurswechsel. Müller erklärte: „Wir sind ein betriebswirtschaftliches Unternehmen, das auf seine Kosten achtet.“

Über die Höhe der möglichen Staatshilfen aus Sachsen machten weder Müller noch der Porsche-Sprecher Angaben. Nach Informationen der Mitteldeutschen Zeitung könnten mehr als acht Prozent der Investitionssumme gefördert werden.

vdt / dpa

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